Wissenschaftler am Stockholmer Karolinska Institut haben ein Verfahren entwickelt, mit dem zum erstenmal der euphorisierende Marihuana-Wirkstoff THC (Tetrahydrocannabinol) im Blut nachgewiesen werden kann. Bislang war das Auffinden von THC im Körper nur möglich, wenn die Rauschdroge zuvor radioaktiv markiert worden war. Das neue Spürverfahren der Schweden ist eine Kombination zweier Techniken, die seit langem in der Pharma-Forschung angewandt werden: die Gaschromatographie und die Massen-Spektrometrie. Einzeln eingesetzt eigneten sich die beiden komplexen Techniken zum Auffinden von THC nicht. Sinnvoll kombiniert aber kann mit dem neuen Verfahren noch ein THC-Gehalt von 0,5 Nanogramm im Blutplasma nachgewiesen werden (ein Nanogramm gleich ein millionstel Gramm). Zum Masseneinsatz, vergleichbar etwa mit Blut-Alkohol-Tests, wollen die schwedischen Forscher ihre neue Technik Vorerst nicht weiterentwickeln, sondern sie zunächst nutzen, um die genaue Wirkweise des Marihuana zu erforschen. kk