Zwei englische Zigarettenfirmen, British American Tobacco (BAT) und Imperial Tobacco, schlossen 1902 einen Vertrag zur territorialen Abgrenzung ihrer Interessen. Diese Absprache aber kollidiert mit den Bestimmungen der Brüsseler Behörden und wurde deshalb kurzerhand aufgelöst.

Die beiden britischen Tabakgiganten wollten sich mit den Eurokraten gutstellen. Denn der Absatz britischer Zigaretten in den Ländern der EG hinkt noch weit hinter den Möglichkeiten zurück. Zudem machen sich die Hersteller vom Kontinent auf, den britischen Markt zu erobern, der bisher eine Domäne der einheimischen Marken war – die britischen Konsumenten ziehen milde Zigaretten dem starken Tabak vom Kontinent vor.

Allerdings, warnt die Times: "Die britischen Automobilfabrikanten haben bereits lernen müssen, wie schnell sich Konsumentenwünsche ändern können, wenn sich auf dem Binnenmarkt eine freiere Konkurrenz breitmacht."

Mit ihrem Schritt, die eigenen Absprachen freiwillig aufzuheben, hoffen die britischen Tabak-Fabrikanten auch, die Brüsseler Behörde einem Eingriff gegen die französischen und italienischen Staatsmonopole geneigter zu machen. Die Briten rechnen mit einer Lockerung der französischen Marktbeschränkungen und treffen deshalb entsprechende Vorbereitungen für eine Invasion auf den Kontinent. lö