Raucher leben noch gefährlicher, als bisher angenommen wurde. Sie inhalieren mit jedem Zug an der Zigarette neben den bislang bekannt, gewordenen krebserregenden oder in anderer Weise schädlichen Stoffen auch Cadmium. Zwar gelangt mit dem eingesogenen Rauch einer Zigarette nur knapp ein millionstel Gramm des Schwermetalls in den Organismus, doch Cadmium hat die Eigenschaft, sich im Körper anzusammeln – in diesem Fall im Gewebe der Atmungsorgane –, und so kann es zu gefährlichen Konzentrationen kommen.

Was das Metall in der Lunge auszurichten vermag, hat Gordon L. Snider, Professor an der Boston University, in Experimenten an Ratten demonstriert: Versuchstiere, die einer mit Cadmiumchlorid angereicherten Atemluft ausgesetzt waren, erkrankten an Schädigungen der Alveolen, der Lungenbläschen, was schließlich zu einem Emphysem führte, vergleichbar der gefürchteten Lungenblähung beim Menschen.

Daß Arbeiter in Cadmium verarbeitenden Fabriken auffallend häufig an Emphysem erkranken, ist bekannt. Jetzt, so hebt die American Thoratic Society in ihrer Hauszeitschrift hervor, sei auch Zigarettenrauchen als verursachender Faktor für dieses Lungenleiden nachgewiesen.

V. G.