In den letzten 15 Jahren war das traditionsreiche (Gründungsjahr: 1766) Londoner Auktionshaus Christie’s (der offizielle Firmenname heißt Christie, Manson and Woods) besonders erfolgreich: Der Umsatz konnte von zwei Millionen Pfund auf knapp 39 Millionen gesteigert werden. Allerdings wirtschaftete die heimische Konkurrenz, Sotheby, nicht weniger glücklich. Sotheby setzte im vergangenen Jahr über 71 Millionen Pfund um und konnte damit seine Führungsposition weiter ausbauen.

Jetzt, nachdem Christie’s über 200 Jahre in Privatbesitz war, wollen die Eigentümer Kasse machen. Christie’s wurde in eine Aktiengesellschaft umgewandelt. Dabei wurden alle Gesellschaften der Christie’s-Gruppe unter einer neugegründeten Holding mit dem Namen Christie’s International Ltd. zusammengefaßt.

Sinn der Reorganisation: Die Aktien der neuen Gesellschaft sollen zumindest teilweise an Kapitalanleger verkauft werden. Bereits in den nächsten Wochen, so vermutet die englische Wirtschaftszeitung Financial Times, dürfte ein öffentliches Verkaufsangebot für Christie’s-Aktien vorliegen.

Sotheby wurde bereits vor drei Jahren in eine Holding umgewandelt. Damals gelang es dem Rothschild Investment Trust eine Beteiligung an dem größten Auktionshaus der Welt zu erwerben. An der Sotheby Holdings hält die Rothschild-Gesellschaft rund 20 Prozent der Aktien. ei