Starker innenpolitischer Druck auf Präsident Nixon kennzeichnet die Situation nach der Entlassung des Sonderanklägers Cox. 51 Senatoren haben am vorigen Freitag einen Gesetzentwurf eingebracht, wonach ein neuer, aber unabhängiger Sonderstaatsanwalt in der Watergate-Affäre eingesetzt werden soll.

Der Präsident hat demgegenüber angekündigt, daß er den amtierenden Justizminister Bork ermächtigen wolle, einen Nachfolger für Cox zu benennen. Dieser unterstünde also wieder dem Präsidenten. Mike Mansfield, Fraktionsführer der Demokraten im Senat, hat den Plan Nixons bereits unannehmbar genannt; Senator Ervin, Vorsitzender des Untersuchungsausschusses, sieht darin gegenüber dem vorherigen Zustand „keine Verbesserung“.

Zur gleichen Zeit veröffentlichte der Journalist Jack Anderson Angaben des früheren Lobbyisten Winter-Berger, wonach der designierte Vizepräsident und Agnew-Nachfolger Ford ein ihm von Winter-Berger gewährtes Darlehen von 15 000 Dollar niemals zurückerstattet habe. Ford hat dies als „Lüge“ dementiert.