Präsident Nixons jüngstes Verhalten im Watergate-Skandal – Entlassung des Sonderklägers Cox, weil dieser unbeirrt die Herausgabe der Tonbänder verlangt, worauf Justizminister Richardson und sein Stellvertreter Ruckeishaus zurücktraten, schließlich doch Herausgabe der Bänder, als das Ausmaß des Schocks und der Beunruhigung in der Öffentlichkeit erkennbar wurde – hat zu gegensätzlichen Reaktionen bei führenden Politikern der Vereinigten Staaten geführt. Nixons politische Stellung und die Frage, ob ein Impeachment (Absetzungsverfahren im Kongreß) eingeleitet werden soll, werden unterschiedlich bewertet.

Im folgenden werden Stimmen aus beiden Häusern des Kongresses und aus anderen politischen Einflußbereichen zitiert, wobei die Mehrheit der Befragten (D = Demokraten; R = Republikaner) sich gegen ein Impeachment stellt. Dennoch beschloß das Repräsentantenhaus, zumindest zu prüfen, ob Gründe für eine Amtsenthebung vorliegen.

Carl Albert (D), Sprecher des Repräsentantenhauses: „Es gibt keine Möglichkeit, eine Untersuchung aufzuhalten. Entweder die Sache wird zur Zufriedenheit des amerikanischen Volkes bereinigt oder sie läuft ewig weiter.“

Gerald Ford (R), designierter Vizepräsident: „Die Wendung hinsichtlich der Tonbänder nimmt jeden Anschein von Berechtigung für ein Impeachment.“

Thomas O’Neill (D), Fraktionsführer im Repräsentantenhaus: „Die Obergabe der Bänder schlägt die Flammen des Impeachment-Feuers nieder.“

Hubert Humphrey (D), Senator und unterlegener Präsidentschaftskandidat: „Ich freue mich, daß der Präsident es für gut hält, in die Gerichtsverfügung einzuwilligen. Dies wird wesentlich dazu beitragen, den Schaden zu reparieren und das Vertrauen in die Regierung wiederherzustellen.“

Harold Donahue (D), Mitglied des Rechtsausschusses im Repräsentantenhaus: „Die nationale Vertrauenskrise läßt dem Kongreß keine andere Wahl, als sofort zu prüfen, ob es ausreichende Gründe für ein Impeachment gibt.“