Fliegen wird billiger: Auf ihrer jüngsten Tarifkonferenz in Monaco hat die IATA den bisher besonders Währungsgeschädigten deutschen Flug-Passagieren ein kleines Bonbon verabreicht. Mit Beginn der Wintersaison, also ab 1. November, wird ein Teil des Aufwertungsgewinns der Mark an die Kunden weitergegeben, freilich nur an „Höchstpreisbezahler“, also die Käufer von normalen, ganzjährig gültigen Tickets. Verrechnungsgrundlage der Tarife ist nach wie vor die „Fare Calculation Unit“ (FCU), die weiter auf dem längst überholten Dollarkurs von 3,25 Mark eingefroren bleibt. Kostete bisher ein Linienflugticket Frankfurt-New York in der Wintersaison 247 FCU oder 803 Mark (247 × 3,25), so legt man in Zukunft dafür zehn Prozent weniger auf den Tisch, nämlich 725 Mark (223 × 3,25). Die Abschläge betragen mindestens sieben Prozent (Nahost), für den Nordatlantik zwischen zehn und 14 Prozent und liegen für Südamerika und dem Fernen Osten mit 16 Prozent am höchsten.

DDR-Besuch mit Polentrip: Für Bundesbürger ist es jetzt möglich, mit Verwandten oder Freunden während eines DDR-Besuchs auch Abstecher in die Volksrepublik Polen zu unternehmen. Einige Formalitäten sind freilich notwendig. So müssen sich die Polenbesucher bereits in der Bundesrepublik für 15 Mark ein Einreisevisum für die Volksrepublik Polen bei der polnischen Botschaft in Köln besorgen. Visa-Anträge und Aufenthaltsgutscheine (pro Tag im Wert von 20 Mark, die an der Grenze in rund 220 Zloty eingetauscht werden) bekommt man in allen Reisebüros. Bei der Anmeldung in der DDR sollten Bundesbürger sofort auf die geplante Weiterreise nach Polen hinweisen, da man sich vor Ausreise abmelden und für die Wiedereinreise eine Genehmigung beantragen muß. Bei der Rückreise in die DDR sind noch einmal Visagebühren von 15 Mark zu entrichten. Die Unkosten für einen Tagesabstecher von der DDR nach Polen summieren sich also schnell auf mindestens 50 Mark, ohne Fahrgeld,

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Weihnachtseinkäufe In Kopenhagen: Günstige Bahn- und Autoreisen in die dänische Hauptstadt vermittelt das Reisebüro Norden. Während Ermäßigungen oft nur für Wochenendfahrten gelten, hat man hier die Möglichkeit, den Reisetermin frei zu wählen. Eine Bahnfahrt 2. Klasse Hamburg-Kopenhagen-Hamburg plus Übernachtung mit Frühstück kostet 73 oder 81 Mark (mit Bad), die Verlängerung pro Nacht 18 (oder 25) Mark. Wer lieber mit dem Auto fährt: Zwei Personen zahlen mit Pkw-Transfer über die Vogelfluglinie und einer Übernachtung ab 82 Mark. Das Angebot gilt bis zum 30. April 1974. Auskunft: Reisebüro Norden, 2 Hamburg 11, Ost-West-Str. 70, Telephon (0 40) 36 32 11.

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Besichtigen, Einkaufen und Entdecken – unter dieses Motto stellt die Deutsche Bundesbahn ihre neuen Städtetouren zu 19 Zielen im In- und Ausland. Die Fremdenverkehrsorganisationen in den einzelnen Städten haben an der Entwicklung der Programme mitgewirkt, die neben der Bahnfahrt immer Transfer, Hotelübernachtung und Stadtrundfahrten enthalten und vorerst bis zum nächsten Sommer angeboten werden. Reiseantritt: Donnerstag, Freitag oder Samstag; Rückkehr am Sonntag, Montag oder Dienstag. Die Preise liegen zwischen 50 und 200 Mark in der Standardklasse und zwischen 100 und 450 Mark in der Komfort- oder Luxusklasse. Preisbeispiel Paris: Drei Übernachtungen mit Frühstück und einem zusätzlichen Mittagessen, Bahnfahrt ab Frankfurt, zwischen 205 und 294 Mark. Neu im Programm ist Bad Kissingen: zwei Übernachtungen mit Halbpension, Hallenbad- und Sportparkbenutzung, Fahrt Köln-Schweinfurt, Transfer, 204 Mark (Luxusklasse). Auskünfte: Zentrale Verkaufsleitung der Deutschen Bundesbahn, 6 Frankfurt 1, Güterstr. 9, Telephon (06 11) 2 65 36 97. Buchung und Prospekte bei den DB-Fahrkartenausgaben und in den DB-Verkaufsagenturen.