Von Dieter Strametz

Karriere-Literatur ist der große Schlager. In immer neuen Varianten erscheinen Bücher und Broschüren, die den Anspruch erheben, Wegweiser und Ratgeber auf dem dornigen Weg zum Berufserfolg zu sein. Dutzende von Titeln liegen vor – und im Galopptempo werden neue produziert. Deutschlands „Aufsteiger und Zukunftsplaner“ – so ein Untertitel – haben offenbar Nachholbedarf. Um es vorweg zu sagen: Sie werden in den meisten Fällen enttäuscht.

Welcher Art sind die gebotenen Hilfestellungen? Die folgende Charakterisierung der aktuellsten und auflagenstärksten Bücher zur Berufswahl und Karrierevorbereitung kann nicht mehr sein als der Versuch einer Systematisierung. Dabei bietet sich eine Gliederung in vier Gruppen an:

  • Sachbücher mit teilweise feuilletonistischem

Einschlag,

  • Handbücher im Lexikonstil,
  • Bücher und Broschüren für Schüler zur Berufswahl,
  • Publikationen, die sich speziell an Hochschulabsolventen richten.

Dieter Dröll hat auf 245 Seiten festgehalten, was seiner Meinung nach „erfolgreich bewerben“ heißt (Societäts-Verlag, 1972). Ein Buch im Stil der amerikanischen „Vom-Schuhputzer-zum-Millionär“-Erfolgsliteratur mit Zwischentiteln à la Peter Rosegger: Wie sich der Ehrgeiz Bahn bricht, wie hilfreich Ehefrauen sein können, wie eine Bewerbung im Geschwätz versanden kann (Preis: 18,50 Mark).