Wenn Sie Schallplatten kaufen, dann – Unbedingt:

Wolfgang Amadeus Mozart: „Requiem KV 626“; Seefried, Tourel, Simoneau, Warfield, Westminster Choir, New Yorker Philharmoniker, Leitung: Bruno Walter; CBS 61 302, 10,– DM.

Eine legendäre Aufnahme (März 1956, monaural), jetzt neu zum Billigpreis. Mozart aus dem Geist von Tröstung und Ewiger Ruhe, nicht mit der Gewalt eines dies irae, ein bißchen Irritation gerade noch vor dem doch nicht ganz so leichten Sterben. Ruhige getragene, sehr schön ausgesungene Linien, hintergründige Orchestercrescendi und satte Klangfarben, immer das sorgfältig ausgewogene Gleichgewicht aus Tempo und Dynamik.

Nach Möglichkeit:

Wolfgang Amadeus Mozart: „Die Gärtnerin aus Liebe“ („La finta giardiniera“); Donath, Norman, Troyanos, Cotrubas, Hollweg, Prey, Unger, Chor und Orchester des Norddeutschen Rundfunks. Leitung: Hans Schmidt-Isserstedt; Philips 6703 039, 75,– DM.

1923 promovierte Schmidt-Isserstedt mit einer Arbeit über die „Einflüsse der Italiener auf Mozarts Jugendopern“ – diese Platte ist gewissermaßen der akustische Beleg für die wissenschaftliche Arbeit. Mozarts erste Auftragsoper für den Münchner Karneval 1775 ist ein Musterbeispiel über eine Zeitströmung: über verworrene Wege einer Liebesintrige wird das ansonsten sehr einfache Rezept einer opera buffa verkompliziert, was dem Komponisten die Möglichkeit gibt, auch musikalisch aus den Normen auszubrechen und die Vielfalt der seinerzeit üblichen Gesangskategorien vorzuführen. Eine exzellente, stilistisch sehr saubere Einspielung.

Vielleicht: