Amerikaner und Deutsche sind die besten Kunden der internationalen Touristik-Industrie. Die beiden Nationen bestritten 1972 rund die Hälfte der Reiseausgaben aller OECD-Mitgliedsländer. Den enormen Ausgaben stehen allerdings erheblich niedrigere Einnahmen aus dem internationalen Tourismus gegenüber. Das größte Defizit muß die Bundesrepublik verkraften: Rund 2,6 Milliarden Dollar gehen als Minusposten in die Zahlungsbilanz ein. Dieser negative Betrag wird allerdings mehr als ausgeglichen durch die Überschüsse der Handelsbilanz – eine Folge des Exports deutscher Produkte. Hauptnutznießer der Reiselust ist Spanien: Den Einnahmen von 2,6 Milliarden Dollar stehen praktisch kaum Ausgaben gegenüber.

Quelle: OECD