Weihnachtsgeld vom Finanzamt

Arbeitnehmer können sich bis zum 30. November unter Umständen ein zusätzliches Weihnachtsgeld beschaffen. Das ist möglich, wenn bis zu diesem Zeitpunkt ein Freibetrag auf der Lohnsteuerkarte 1973 vom Finanzamt eingetragen wird. Dieser Freibetrag setzt sich aus feststehenden, regelmäßig wiederkehrenden Aufwendungen (Werbungskosten plus Sonderausgaben) zusammen. Wird die „korrigierte“ Lohnsteuerkarte dem Arbeitgeber vor Berechnung des Dezembergehaltes vorgelegt (Achtung: Bei Gehalts- und Lohnberechnung über EDV wird die Lohnsteuerkarte dafür schon am 10. November benötigt), dann behält der Arbeitgeber nur soviel Lohnsteuer ein, wie nötig ist, um den Freibetrag, der sich eigentlich über das ganze Jahr 1973 hätte erstrecken sollen, zu decken. Die in den Vormonaten zuviel einbehaltenen Steuern werden voll in der Dezemberabrechnung „rückvergütet“ und führen zu einem Steuergewinn bzw. zu einem zusätzlichen Weihnachtsgeld vom Finanzamt.

Neue Reisekostensätze

Mit Wirkung vom 1. November hat das Bundesfinanzministerium die Reisekosten-Pauschalbeträge erhöht. Von nun an wird unterschieden zwischen ein- und mehrtägigen Reisen. Die Sätze sind außerdem nach Einkommensgruppen gestaffelt: bis 20000 Mark, von 20 000 bis 40 000 Mark und über 40 000 Mark Jahreseinkommen. Für eintägige Reisen gilt der Pauschalbetrag (zur Abgeltung des Mehraufwandes an Verpflegung) in den drei Gruppen: 26 Mark, 28 Mark und 30 Mark. Für mehrtägige Dienstreisen (Verpflegungsaufwand plus Übernachtung) werden jeweils zwei Mark mehr vergütet. Der Kilometersatz (Arbeitnehmer im eigenen Fahrzeug) ist auf 32 Pfennig pro Kilometer heraufgesetzt worden.

Billiges Geld aus der Schweiz

Unser Geldtip über billige Darlehen aus der Schweiz hat erheblichen Wirbel hervorgerufen. Hier die neueste Entwicklung: Bundesbürger können einen Schweizer Kredit in Anspruch nehmen, solange sich der gewünschte Betrag unterhalb der von der Deutschen Bundesbank festgesetzten Bardepotgrenze von 50 000 Mark bewegt. In der Regel muß der Antragsteller persönlich bei der Bank in der Schweiz erscheinen, sich ausweisen, die erforderlichen Kreditanträge unterzeichnen und Sicherheiten hinterlegen. Hier gibt es Schwierigkeiten auf deutscher Seite. Die Deutsche Bundesbank hat mit den deutschen Kreditinstituten eine Vereinbarung getroffen, durch welche die Beschaffung von Finanzierungsmitteln dieser Art erschwert werden soll. Insbesondere haben Banken der Bundesbank zugesagt, dafür keine Bürgschaften zu übernehmen.

Schweizer Banken sind ebenfalls nicht sonderlich daran interessiert, Bürgschaften deutscher Banken als Sicherheiten anzuerkennen. Ohne Schwierigkeit ten wickeln sie jedoch Geschäfte auf Wertpapierbasis ab. Welche Konditionen für den Kredit gefordert werden, hängt – so war bei Banken zu erfahren – vom Einzelfall ab. Sicher ist, daß die erhöhte Nachfrage nach Schweizer Krediten aus der Bundesrepublik zu härteren Konditionen geführt hat. Für Kredite in Schweizer Franken werden mittlerweile 8-9 Prozent Zinsen, gefordert Viele Geldinstitute sind „am Kleingeschäft aus der BRD“ überhaupt nicht mehr interessiert Gute Bankverbindungen sind also Voraussetzung um billiges Geld aus der Schweiz zu bekommen.