Bayernleid

Der Bayernbund e. V. verschickte folgende Pressemitteilung: „Nach Meldungen verschiedener Presseorgane soll der Bayernbund in einer Eingabe an den Herrn Bayerischen Ministerpräsidenten die ‚Verbannung‘ beziehungsweise das ‚Verbot‘ der Bundesflagge in Bayern gefordert haben. Der Bayernbund stellt mit Nachdruck fest, daß derlei Behauptungen falsch sind und den Tatsachen nicht entsprechen. Mit seiner Eingabe will der Bayernbund vielmehr eine dem jeweiligen Anlaß sinngemäße und daher entsprechendere Beflaggung anregen. Damit soll also rein bayerischen Anlässen – zum Beispiel Bayerischer Verfassungstag – durch eine rein bayerische Beflaggung – grundsätzlich nur die bayerische Staatsflagge‘ als Ausgangslage – Rechnung getragen werden. In allen anderen Fällen – ‚bundesverfassungsrechtliche Anlässe‘, die weit überwiegende Zahl – soll nach wie vor auch die Bundesflagge gesetzt werden, wobei jedoch die bayerische Flagge als Flagge des unmittelbaren Staates wie bereits in früheren Jahren an der bevorzugten Stelle gehißt werden soll. Die Eingabe geht davon aus, daß bei der Förderung des bayerischen Staatsbewußtseins die Wirkung visueller Eindrücke nicht unterschätzt werden darf.“

Englisch für China

Die Volksrepublik China hat sich für das „Insel-Englisch“ entschieden. Die britische BBC konnte einen Auftrag über 14 vollständige Kurse „Englisch für Ausländer“ verbuchen, darunter spezielle Übungen für Luftfahrt- und Wissenschafts-Englisch. Die englische Tageszeitung Guardian vermeldete den Abschluß stolz unter der Schlagzeile „Chinesen optieren für das englische Englisch“.

Zeitungssterben

Die weltweite Knappheit an Zeitungspapier bedroht Indiens 521 Tageszeitungen. Die meisten werden – so lauteten die Prognosen Anfang November – Ende des Monats wegen Papiermangels ihr Erscheinen einstellen müssen. Größere Zeitungen haben den Umfang bereits um ein Drittel gekürzt und die Sonntagsausgaben eingestellt. Die Hauptschuld an der Misere geben die Verleger der staatlichen Einkaufsstelle: Statt langfristige Verträge abzuschließen, habe sie bis zum letzten Moment versucht, die Papierhersteller gegeneinander auszuspielen, und zwar in einem Maße, daß – wie ein kanadischer Produzent erklärte – „ihre Taktik bei uns weder Loyalität noch Verpflichtungen weckte“.

Wie in Vietnam?

Diplomaten auf den Philippinen fürchten, daß die Amerikaner ein Opfer der Anstrengungen werden, mit denen Präsident Marcos die kommunistischen Rebellen von der Insel Luzon zu vertreiben sucht. Amerikanische Spezialeinheiten, die sogenannten Green Berets, wirken auf Seiten der Regierungssoldaten daran mit, die Bevölkerung in den Gebieten zu gewinnen, in denen die marxistische Neue Volksarmee agitiert. Der Auftrag für die amerikanischen Berater sieht, ähnlich wie es in Vietnam war, keine Gefechtstätigkeit vor. Aber die Kommunisten haben dazu aufgerufen, beide zu bekämpfen – die Regierung Marcos und die Amerikaner.