Wenn Sie Schallplatten kaufen, dann –

Unbedingt:

Leos Janáček: „Aus einem Totenhaus“; Tattermuschová, Blachut, Zidek, Horácek, Thein, Joran u. a., Orchester des Nationaltheaters Prag, Leitung: Bohumil Gregor; Supraphon SUA 10705/6 (Eurodisc), 39,– DM

Nach Dostojewskijs „Aufzeichnungen aus einem Totenhaus“ komponierte Janáček sein letztes Bühnenwerk und erschloß damit sibirisches Zuchthausmilieu für die Gattung Oper. „In jedem Geschöpf ein Funke Gottes“ hat der Komponist sein „Wozzeck“-Pendant überschrieben. Das Spätwerk aus Janáčeks Todesjahr 1928 ist nun bei uns in einer kompetenten tschechischen Einspielung zu haben.

Nach Möglichkeit:

Ludwig van Beethoven: „Die 5 Klavierkonzerte“; Vladimir Ashkenazy, Chicago Symphony Orchestra, Leitung: Georg Solti; Decca SKB 25094–D/1–4, 79,– DM

Musikalisch und plattentechnisch sind diese neuen Aufnahmen der Beethoven-Konzerte halbwegs konkurrenzlos. Pianist, Dirigent und Orchester bieten einen schlackenlosen, herrlich gespannten, überwiegend auch höchst sensiblen Beethoven. An interpretatorischer Geschlossenheit und „Modernität“ können es nur noch die alten Fleisher/Szell-Platten mit dieser Produktion aufnehmen.