Hervorragend:

„Tout va bien“ von Jean-Luc Godard und Jean-Pierre Gorin. „Die amerikanische Nacht“ von François Truffaut.

Sehenswert:

„Der Köhler“ von Mohamed Bouamari. Vor zehn Jahren hat der Köhler Belkacem für die Befreiung Algeriens gekämpft, heute lebt er fernab der Zivilisation mit seiner Familie ein ärmliches, archaisches Leben, in dem die Zeit stillzustehen scheint. Bouamari schildert dieses Leben in einer einstündigen Exposition mit unerbittlicher Schärfe und ohne Zugeständnisse an die Sehgewohnheiten des Kinogängers. Im zweiten Teil öffnet ein Besuch in der Hauptstadt dem Köhler die Augen, und er erlaubt seiner Frau, den Schleier abzulegen und in der Fabrik zu arbeiten.

ERP

„Der Mackintosh Mann“ von John Huston. Raffiniert konstruierter Thriller in der Tradition von „Die Totenliste“ und „Ein Brief an den Kreml“. Die Intrige ist so verzwickt, daß der Zuschauer erst nach einer Stunde zu begreifen beginnt, worum es überhaupt geht. Das kühle intelligente Rätselspiel, makellos ausgewogen inszeniert und von Oswald Morris stimmungsvoll photographiert, endet nach einer augenzwinkernd ironischen Schnitzeljagd in der Art von frühen Hitchcock-Filmen unvermittelt mit einer bösartig misogynen Schlußpointe. Und Paul Newman erweist sich als vorerst letzter Verlierer in Hustons eindrucksvoller Galerie von zum Scheitern verdammten Helden. HCB

„Der Tod kennt keine Wiederkehr“ von Robert Altmann. „Oklahoma Crude“ von Stanley Kramer. „Ein glückliches Jahr“ von Claude Lelouch. „Nora“ von Joseph Losey. „Pan“ von George Moorse. „Pat Garrett jagt Billy the Kid“ von Sam Peckinpah. „Traumstadt“ von Johannes Schaaf.