Jetzt drehen die Amerikaner den Spieß um. War bislang Deutschland für amerikanische Touristen ein beliebtes Billig-Reiseland, so sollen in Zukunft die Bundesbürger im neuen Preisparadies USA ihre Deutschmark ausgeben. In der Tat sind die Zuwachsraten beachtlich. 1972 reisten 237 000 Deutsche nach Nordamerika, 1973 werden es voraussichtlich 330 000 sein. Das Fremdenverkehrsamt der USA führt diese Entwicklung auf die kürzlich eingeführten ABC-Flüge zurück und auf die neuen preiswerten touristischen Anschlußprogramme einiger Veranstalter zu diesen Flügen.

Während die Amerikaner in Europa die Werbetrommel rühren, überlegen allerdings die inneramerikanischen Luftfahrtgesellschaften, ob sie die um 50 Prozent billigeren Touristentickets nicht besser abschaffen. So kann man Fremdenverkehrskampagnen natürlich auch koordinieren. F. R.