In der Bundesrepublik wurden zur Jahresmitte 9910 universal einsetzbare Computer gezählt. Damit nahm der Bestand gegenüber dem 1. Januar um 5,4 Prozent zu. „Das ist eine deutliche Verlangsamung des Installationswachstums“, kommentierte die Beratungsfirma Diebold Deutschland GmbH in Frankfurt ihre neueste Statistik.

Sie zeigt einen doppelten Trend auf: Einmal ist eine relativ starke Zunahme der großen Computertypen und zum anderen ein überproportionales Wachstum in den unteren Klassen festzustellen. Darin spiegelt sich nach Meinung der Diebold-Beobachter die Tendenz wider, daß die Großanwender ihre Rechenkapazitäten für Massendaten örtlich konzentrieren, zugleich aber in größerem Umfang sogenannte Satelliten-Rechner einsetzen.

Zu den Universal-Computern kommen noch 4710 Prozeßrechner (zur Steuerung von Produktionsprozessen) hinzu. Hier ist die Expansion noch wesentlich größer: Gegenüber Anfang Januar macht das Plus 27 Prozent aus. Bei einem Durchschnittswert von’1,1 Millionen Mark beträgt das Investitionsvolumen rund elf Milliarden Mark. Für die Prozeßrechner, bei denen der Durchschnittspreis mit knapp 200 000 Mark viel niedriger liegt, kann man nahezu eine Million Mark veranschlagen. Nicht berücksichtigt sind in dieser Rechnung die 35 000 bis 40000 Kleincomputer der „mittleren Datentechnik“ (ein Begriff, den es nur in Deutschland gibt): Hier liegt der Kaufpreis im Schnitt bei 45 000 Mark, so daß sich im ganzen ein Wert von 1,5 bis 1,8 Milliarden summiert. Bezieht man schließlich noch die unzähligen peripheren Geräte der Datenverarbeitung im Wert von vermutlich 1,5 bis 2 Milliarden Mark ein, so kommt man in der Bundesrepublik auf ein EDV-Investment von vorsichtig geschätzt 15 Milliarden Mark.

Immer schwerer wird es, den Marktanteil der einzelnen Fabrikate zu fixieren. Diebold klagt: „Wir müssen hier Mücken und Elefanten addieren.“ Allein der Zahl nach errechnet sich für IBM eine Quote von 61 Prozent, während Honeywell-Bull auf 12, Siemens auf 7,5 und Univac auf 7,2 Prozent kommen,