Fahrrad gratis: Angesichts des sonntäglichen Autofahrverbots in Holland scheinen die Wochenendofferten des Nachbarlandes für kohlenmonoxydkranke Großstädter besonders attraktiv: In den Niederlanden bieten 26 Hotels der Golden-Tulip-Kette ein Zwei-Tage-Arrangement für 104 Gulden (gleicher Betrag in Mark) mit Halbpension und vielen freundlichen Extras – wovon das nützlichste im Augenblick der kostenlose Fahrradverleih zu sein scheint. Auskunft beim Central Büro der Golden Tulip Hotels, Stationsplein 1-3, Hilversum. – Wer also die Anreise mit dem Zug nicht scheut, kann auch preiswert nach Belgien reisen (wo ein Fahrverbot für Autos durchaus im Bereich des Möglichen liegt). Spezielle Bundesbahn-Wochenendtrips zu Pauschalpreisen führen nach Antwerpen, Brüssel, Gent und Ostende. Eine Fahrt von Hannover nach Brüssel und zurück plus eine Übernachtung mit Frühstück oder Halbpension kostet zum Beispiel 111 Mark (in der ersten Klasse 144 Mark). Günstige Wochenendarrangements – ohne Anreise – bieten auch die Kasinos in Ostende und Knokke-Heist sowie mehrere Hotels in den Ardennen. Information: Belgisches Verkehrsamt, 4 Düsseldorf, Berliner Allee 47, Telephon (02 11) 1 00 06.

Fahrkomfort: Als verspäteter Hanseatengruß an das britische EG-Mitglied kann die neue Fähre „Prinz, Hamlet“ gelten, die in dieser Woche die kleinere „Prinz Hamlet II“ auf der Route Hamburg-Harwich abgelöst hat. Bei maximal 1100 Passagieren bietet sie 570 Kabinenplätze und Raum für 208 Personenwagen oder 37 Campinganhänger. Die Prinzenlinien rühmen an dem neuen Schiff nicht nur Größe, Schnelligkeit (in 43 Stunden fährt man nach Harwich und zurück) und komfortable Innenausstattung, sondern auch die Umweltfreundlichkeit: Kein Abfall geht mehr über Bord – eine Tatsache, die in der Seefahrt, leider, immer noch meldensweit ist.

Werop-Konkurs: Als direkte Folge des Konkurses von Flugring West in Köln mußte jetzt auch der Hagener Reiseveranstalter Werop-Reisen GmbH den gerichtlichen Vergleich anmelden. Die Firma, die zum Schluß nach eigenen Angaben 13 Millionen Mark Umsatz hatte und 20 000 Fluggäste betreute führt die finanziellen Schwierigkeiten unter anderem auf „die Auswirkungen des Fluglotsenstreiks und die restriktive Kreditpolitik“ zurück. Wie die Geschäftsführung mitteilt, seien seit einem Jahr Verhandlungen mit möglichen Interessenten geführt worden, um das Betriebskapital von 0,8 Millionen Mark zu verdoppeln. Diese Verhandlungen seien jedoch schließlich gescheitert. Alle gebuchten Reisen würden künftig von Euroclub-Reisen GmbH in Hagen abgewickelt.

Wintersport in Frankreich: Durch den neuen Wechselkurs sind die französischen Skiorte für Bundesbürger preisgünstiger geworden. Wer zudem die Hauptsaison (Weihnachten, Februar, Ende März bis Ostern) meidet, bekommt ein siebentägiges Liftabonnement schon ab 91,50 Mark (Val d’lsère-Tignes). Zu den 2258 Liften und Seilbahnen sind in dieser Saison 345 neue Einrichtungen dazugekommen. Alles Wissenswerte über Anreisemöglichkeiten, Sportanlagen, Saisonzeiten und Zerstreuungen vermittelt ein neuer Prospekt, den das Französische Verkehrsbüro verschickt. Preisbeispiele: Chamrousse (Dauphiné), sieben Tage Vollpension, Skipaß, Benutzung von Schwimmbad und Eisbahn, ab 251 Mark. Les Menuires (Savoyen): Sechstägige Sportpauschale für sehr gute Skiläufer ab 114 Mark. 33 deutsche Veranstalter haben die verschiedenen Wintersportorte im Programm. Ein zweiwöchiger Aufenthalt in Flaine kostet zum Beispiel bei Scharnow zwischen 417 Mark (Frühstück) und 964 Mark (Bad und Vollpension), Bahnfahrt ab Frankfurt. Alle Auskünfte: Amtliches Französisches Verkehrsbüro, 6 Frankfurt, Postfach 2927; 4 Düsseldorf, Berliner Allee 26; 2 Hamburg 1, Alstertor 21.

Orientations – unter diesem doppelsinnigen Namen orientiert ein Hochglanz-Magazin über den Orient, den Fernen Osten. Das in Hongkong monatlich erscheinende, durchschnittlich 80 Seiten starke Heft bringt neben wirklich erstklassig Photographien und gedruckten Bildern englisch geschrien bene Reportagen über Landschaften, Leute, Kunst und Kultur in den ostasiatischen Ländern. Außer verschiedenen aktuellen Beiträgen gibt es in jedem Heft eine Länderreportage, ein Städteporträt mit vielen Tips und originellen Vorschlägen, Bildberichte über Kunsthandwerk in verschiedenen Ländern sowie Artikel über asiatische Traditionen, zum Beispiel: ein zugleich informativer und schön bebilderter Bericht über die japanische Teezeremonie: Zum Nachmachen. Die Aufmachung ist Luxusklasse – abgesehen vom Einband, der etwas stabiler sein dürfte. Das Heft ist vorläufig nur im Jahresabonnement zu beziehen bei Pacific Magazines Limited, 1 Hennessy Road, 404 Asian House, Hongkong (Miss Betty Leung). Preis jährlich 64 Mark.

Advent im Lichthemd. Zum erstenmal können in diesem Jahr FKKler die Vorweihnachtszeit auf hoher See und ohne Hose feiern. Dr. Hofmann Holidays veranstaltet eine 20tägige Advents-FKK-Kreuzfahrt in die Karibik. Die M/V Neptun verläßt am 30. November Genua, fährt über Casablanca–Teneriffa–Barbados–Trinidad–Guadeloupe mich Puerto Rico, von wo am 19. Dezember ein Flugzeug die Sonnenfreunde nach Frankfurt zurückbringt – mit Ganzheitsbräune zum Fest. Preise ab 1385 Mark. Informationen: Dr. Hofmann Holiday Service, 8036 Herrsching, Promenadestraße 14, Telephon (0 81 52) 80 75.

Silvesterreisen: Wer noch unschlüssig ist, wo er das Jahresende am lustigsten verbringen könnte, findet immer noch reichlich Auswahl in Broschüren und Prospekten. An der Ostseeküste empfiehlt sich das Ferienzentrum Holm mit einem Dreitageurlaub für 119 Mark (ohne Frühstück). Weitere Angebote reichen von Spezialarrangements mehrerer Berliner Hotels (unter anderen „Kempinski“, „Börse“, „Schweizerhof“) über Kurzreisen mit einem Veranstalter (airtours zum Beispiel offeriert drei Tage in Wien ab 499 Mark oder eine Woche Skifahren in der Hohen Tatra ab 702 Mark) bis zum Sieben-Tageder mit Fewotours nach Tokio für 2882 Mark (6082 Möhrfelden, Postfach). Junge Leute bis 30 Jahre finden auch erschwinglichere Angebote, zum Beispiel bei den Deutschen Studentenreisen (53 Bonn 1, Postfach 411). Dort gibt es Kurzreisen nach Paris oder London für knapp 200 Mark, nach Prag bis zu 250 Mark, zum Skifahren für 350 bis 550 Mark. Silvester einmal ganz anders kann man in Moskau oder Neu-Delhi feiern, und wem kalter Seewind nichts ausmacht, probiert den 12-Uhr-Schluck vielleicht sogar auf hoher See irgendwo zwischen Lübeck und Helsinki.