Es ist noch gar nicht so lange her, daß man es der Vernunft des Autofahrers überließ, wie schnell und mit wieviel Alkohol im Blut er durch die Stadt fahren wollte. Dann kam Tempo 50 für geschlossene Ortschaften; dann Tempo 100 für Landstraßen; Tempo 120 für Autobahnen wird schon erwogen. Es kam das 1,3-Promille-Gesetz, es kam das 0,8-Promille-Gesetz; 0,5 oder 0,0 wird diskutiert. Ist die Welt der Autofahrer dadurch schöner, ist sie „sicherer“ geworden? Man sollte die Frage doch wenigstens stellen.

Weitere Einschränkungen wird das neue Verkehrssicherheitsprogramm der Bundesregierung bringen, das am 23. November bekanntgegeben werden soll. Wie verlautbart, soll es folgende Neuerungen enthalten:

1. Alle Führerscheininhaber werden einem Arzt vorgestellt.

Unverständlich, daß das nicht längst schon üblich ist.

2. Autofahrer über sechzig müssen sich Sehtests unterziehen.

Ich hätte periodische Sehtests, denen sich alle Führerscheininhaber unterwerfen müssen, für fairer und vernünftiger gehalten.

3. Verkehrsstrafen addieren sich nach einem Punktsystem bis zum Führerscheinentzug.