ZEITLUPE 20

Da Weihnachten sowieso nicht mehr als das christliche Fest verstanden wird, das es einmal war, schlage ich vor, mehrmals jährlich Weihnachten zu feiern. Davon würden die Armen, die Wirtschaft und wir alle profitieren.

Jürgen-Michael Schaar, 20 Jahre

Es geht nicht darum, überhaupt nichts mehr zu schenken und alle bisherigen Weihnachtsbräuche wie zum Beispiel den Weihnachtsbaum abzuschaffen. Das wäre genauso schlimm wie das Übermaß an Geschenken und Schmuck.

Weihnachten sollte dem ursprünglichen christlichen Sinn nach das Fest der Liebe und des Schenkens sein. Worum wir uns allerdings bemühen müßten, wäre eine neue Art des Schenkens: nämlich nicht zu schenken aus Egoismus, sondern zu schenken aus Nächstenliebe, nicht zu schenken, um etwas für sich und sein Image zu tun, sondern um andere zu erfreuen.

Cornelia Velker, 18 Jahre

In der Weihnachtszeit werden wieder Millionen Erwachsene an Millionen Kindern schuldig. Sie setzen ihnen die Struwwelpeterbrille auf, und dann sieht Weihnachten so aus: „Wenn die Kinder artig sind, kommt zu ihnen das Christkind.“