Außerhalb der Hochsaison mußten die Transatlantik-Fluggesellschaften oft genug Tag für Tag mit halbleeren Jets über den Nordatlantik fliegen. Der Wettbewerb forderte dies und zudem seien Absprachen der Gesellschaften untereinander nicht möglich Doch innerhalb weniger Tage brachten die arabischen Ölscheichs die Manager der Fluggesellschaften zur Vernunft.

In der vergangenen Woche kürzte zuerst die Lufthansa ihr Angebot; statt täglich zwei Jets nach New York fliegt jetzt nur noch eine Maschine. Die ausländische Konkurrenz folgte dem deutschen Beispiel. Die beiden größten amerikanischen Gesellschaften über dem Atlantik, Trans World Airlines (TWA) und Part American World Airways (Pan Am). Auch British Airways und die Swissair strichen ihre Flugpläne zusammen.

Die Transatlantikflieger folgten damit dem Beispiel der im inneramerikanischen Flugverkehr tätigen Gesellschaften. Nachdem sie erfahren hatten, daß sie in diesem Jahr nicht mehr Treibstoff kaufen dürfen als im letzten Jahr, mußten sie ihr Flugprogramm radikal kürzen. Von 13 500 täglichen Flügen entfielen 300.

Die Fluggesellschaften, so das amerikanische Nachrichtenmagazin Newsweek, sparen durch die eingeschränkten Flugpläne so viel Kosten, daß für nächstes Jahr angekündigte Preiserhöhungen zurückgestellt werden können. ei