Also, und das steht außer Frage, ich mag Loriot. Und ich mag die „herrlich kaputten Typen“ (wie meine Freundin Dorothee sagt), die er immer zeichnet. Daher mag ich auch seine Kartenspiele. Sie sind witzig, wenn auch nicht ununterbrochen, aber manchmal trifft man sogar noch auf Spieler, die sie nicht kennen, und sie sind übersichtlich, so daß man gut damit spielen kann – im Gegensatz zu den schon etwas älteren, wunderschönen „Rätsel“-karten der Rixdorfer Drucke, mit denen man alles kann, nur nicht spielen –, und sie sind als Geschenk geradezu hervorragend geeignet (nicht nur, wenn einem gar nichts mehr einfällt).

Was ich allerdings nicht mag: das Loriot-Damen-Puzzle. Oder das Loriot-Königs-Puzzle. Oder das Loriot-Buben-Puzzle.

Was bei dem Kartenspiel zunächst noch originell war, wird beim ersten Puzzle zum Abklatsch– um von den weiteren nicht zu reden. Außerdem habe ich das Damen-Puzzle zusammengebaut. Dabei stellte sich heraus, und das ist schwerwiegender, daß es nicht einmal ein gutes Puzzle ist. Schwierig ist nämlich höchstens der Rand, der ist nur durch Probieren zu schaffen, dann aber muß sich der Puzzler die Vorlage nicht einmal ansehen, er braucht nur noch Teilchen aufzunehmen und einzusetzen. Die Farben für die einzelnen Damen sind zu differenziert und Irrtümer daher (fast) ausgeschlossen. Auch der Klingelknopfbusen der Herzdame macht keine Freude mehr: Das Puzzle ist zu einfach. Wenn man so die 500 Teile des Damen-Puzzles in knapp drei Stunden zusammengesetzt hat, fühlt man sich, um mit Wum zu sprechen, unausgefüllt.

Und damit wären wir auch schon beim letzten Spiel dieser Besprechung: Loriots „Weg zum Erfolg“. In der ersten Runde ist es mit den Sprüchen der Erfolgs- und Zufallskarten vielleicht noch witzig, in der zweiten schon eher öd. Die Karten sind dann auch fast der einzige Unterschied zum Malefizspiel. Daher erübrigt sich auch eine Beschreibung des Spielplanes und des Spiele Verlaufs.

Und noch ein Nachtrag zu Gerhard Prauses „Letra-Mix“-Besprechung aus der ZEIT vom 26. 10. 1973: Wir hatten da sogar einmal eine (dem Spiel beigegebene) Sanduhr, bei der der Sand von der einen Seite schneller durchlief als von der anderen. Warum? Wir konnten es nicht ergründen.

Aber so etwas gibt’s. Hans-Burkhard Groesser

Loriot Skat, DM 4,35; Loriot Rommé, DM 12,70; Loriot Damen-Puzzle, DM 7,95; Loriot Königs-Puzzle, DM 7,95; Loriot Buben-Puzzle, DM 7,95; Weg zum Erfolg, DM 19,80; alle ASS-Spielkartenfabrik, Leinfelden.