Sehenswert:

„Eine unvollendete Geschichte“ von Mrinal Sen. Zur Zeit der Weltwirtschaftskrise findet ein junger Akademiker in der bengalischen Provinz eine Anstellung als Kassierer in einer Zuckerfabrik. Als er in die Auseinandersetzungen zwischen Arbeitern und dem Unternehmer hineingezogen wird, entscheidet er sich für die Seite der Macht. Sen beschreibt Figuren und Situationen mit gelegentlich satirischer Schärfe, hat aber Mühe, die zunächst ganz private Geschichte in ein kollektives Drama überzuführen. Auch trübt der leicht nostalgische Blick auf die dreißiger Jahre die politische Einsicht. (In unabhängigen Kinos.) EKP

„Der Tod kennt keine Wiederkehr“ von Robert Altman. „Der Köhler“ von Mohamed Bouamari. „Der Mackintosh Mann“ von John Huston. „Ein glückliches Jahr“ von Claude Lelouch (siehe Seite 24). „Nora“ von Joseph Losey. „Pan“ von George Moorse. „Traumstadt“ von Johannes Schaaf.

Annehmbar:

„Ein unheimlich starker Abgang“ von Michael Verhoeven, der Harald Sommers naives, aber an grellen Wirkungen reiches Stück über ein Mädchen, das von seiner kleinbürgerlichen Umwelt kaputtgemacht wird, in flache naturalistische Genrebilder aus der niederbayerischen Provinz herunterinszeniert hat. Verhoevens Einfall, als dem ex machina den Eisstar Hans-Jürgen Bäumler auftreten zu lassen, ist nur ein Gag auf Kosten der Heldin. Die junge Hauptdarstellerin Katja Rupé, die die Geschichte dieses Mädchens der bloßen Trivialität enthebt, macht Verhoevens Film dennoch sehenswert. WOR

„Pictures at an Exhibition“ von Nicholas Ferguson. „Lady sings the Blues“ von Sidney J. Furie. „Verflucht dies Amerika“ von Volker Vogeler.

Fragwürdig: