Gerade recht in einer Zeit gebremsten Schwungs auf dem Automobilmarkt bringt Peugeot eine Sparversion seines größten Modells 504 heraus, den 504 L. Während aber meist Sparversionen von außen wie von innen abschreckend häßlich wirken, ging Peugeot außerordentlich geschickt vor: Von außen gibt es bis auf das Fehlen der Gummihörner auf den Stoßstangen (und der „L“-Plakette am Heck) keinen Unterschied zu den teureren Modellen 504 GL und TI. Auch innen wurde behutsam abgemagert: einfacheres Armaturenbrett mit Breittacho ähnlich dem 304 (aber mit Tageszähler und Uhr), dazu fehlen an den Sitzen die Kopfstützen.

Technisch kommt der 504 L mit zwei Vereinfachungen. Er hat den 1,8-Liter-Motor, den es am Anfang bei allen Modellen gab, der mit geringerer Verdichtung 79 (statt seinerzeit 83) PS leistet und mit Normalbenzin auskommt. Noch günstiger wäre für Deutschland freilich nur 75 PS, weil hier eine Versicherungsgrenze liegt. Dazu kommt der 504 L mit der starren Hinterachse aus dem 404 Kombi statt mit der unabhängigen Aufhängung an Längslenkern wie beim 504 GL und TI.

Dafür wird der 504 L zu einem Preis angeboten, den man schon fast nostalgisch nennen muß: 10 195 Mark. Das ist eine Summe, die für den normalen 504 vor vier Jahren galt – und die man heute mit weit kleineren Wagen wie einem Ford Taunus oder auch einem VW Passat ohne weiteres überbieten kann. Dabei verfügt auch der 504 L noch über eine erfreulich komplette Ausstattung mit Bremskraftverstärkern, Gürtelreifen, auch in der Höhe verstellbaren Liegesitzen, Rückscheinwerfern und einer heizbaren Heckscheibe.

Der 504 L bietet denselben Platz, denselben Eindruck von außen – ist aber 1630 bis 3855 Mark billiger, je nachdem, welchen anderen 504 man zum Vergleich heranzieht. Er hat nicht ganz den Antrieb speziell des Einspritzen, aber er läuft noch immer 155 km/st und erreicht Tempo 100 nach 16 Sekunden. Und er begnügt sich mit zehn bis zwölf Litern Normalbenzin; St. W.