Harzer Skiferien: Die Hexen vom Bocksberg haben sich zur Modernität entschlossen: Mit einer Kabinenbahn und zwei Schleppliften haben sie jetzt ihren Hausberg der skifahrenden Allgemeinheit freigegeben, genauer: fünf Skiabfahrten jeden Schwierigkeitsgrades und eine 1,2 km lange Naturrodelbahn. Die Lifte haben eine Förderkapazität von 2600 Personen pro Stunde. Der Erholungsort Hahnenklee-Bockswiese hat in diesem Winter noch mit einer zweiten Neuigkeit aufzuwarten: Pünktlich zum Saisonbeginn wurde das Harzhotel „Kreuzeck“ eröffnet, das verwöhnten Skiläufern und -Wanderern so ziemlich alles bietet. Informationen und eine Broschüre über das Angebot an Wintersportveranstaltungen erhält man beim Harzer Verkehrsverband e. V., 338 Goslar, Marktstraße 45.

Hanseatic-Ersatzbuchungen: Am 1. Dezember stellt die Reederei Deutsche Atlantik Linie ihren Betrieb ein. Damit fallen sämtliche Reisen für Silvester und das Frühjahr auf der TS „Hanseatic“ (Ex-TS „Hamburg“) aus. Möglichkeiten zur Umbuchung gibt es in allen Hapag-Lloyd-Reisebüros, die ein Etsatzprogramm auf der MS „Europa“ und anderen internationalen Schiffen bereithalten.

New-York-Abc: Charterflüge nach den USA sind durch das Abc-System der Frühreservierung für jeden zugänglich. Sowohl der ADAC als auch der Club-Reisedienst (675 Kaiserslautern, Postfach 468) haben ein Sonderprogramm für den Winter vorgelegt, in dem New-York-Flüge schon ab 500 Mark ausgeschrieben sind. Beim ADAC beträgt die Anmeldungsfrist 60 Tage, beim Club-Reisedienst 70 Tage (vor Reiseantritt). Für potentielle New-York-Fans sind überdies zwei Pauschalangebote interessant: Dr. Tigges-Fahrten bieten sieben Tage (ohne Verpflegung) für 799 Mark an; acht Tage mit Halbpension kosten bei g-u-t 945 Mark. Noch ein Tip: Wer sich am Ziel selbständig zu machen gedenkt, sollte sich größere Entdeckungstouren für Sonn- und Feiertage aufsparen: Seit neuestem gibt es nämlich in New York die segensreiche Einrichtung eines „Kulturbusses“, der Touristen für einen Dollar zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten befördert.

Liftpläne in Samnaun: Passionierte Tourenläufer, diese Minderheit unter den Skifahrern der siebziger Jahre, werden es bedauern, daß eines ihrer letzten Paradiese nun auch den Pistennaglern zum Opfer fallen soll: Die Gemeindeväter von Samnaun am Ende des Samnauner Hochtales, das vom Inntal abzweigt, haben jetzt beschlossen, ihr Dorf mittels einer Seilschwebebahn ins große Skigeschäft zu bringen. Die Bahn soll 760 Personen pro Stunde in ein Skigebiet befördern, das von 2300 bis 3300 m hohen Gipfeln beherrscht wird, und durch den neuen Lift sogar Anschluß an die Silvrettaseilbahn und das Paznauner Skigebiet oberhalb von Ischgl bekommt. Um Gäste wird sich Samnaun dann nicht sorgen müssen, denn es hat noch einen anderen, bei Touristen hoch geschätzten Trumpf auszuspielen: seine Zollfreiheit. Da es zur Schweiz gehört, früher aber nur von Österreich zugänglich war, erhielt es den Status eines Zollausschlußgebietes, den es bis heute behalten hat.

Bauernhöfe im Schnee: Abgasmüden Großstädtern und deren spielwütigen Kindern, möchte Bad Reichenhall auch in diesem Jahr eine „Winterkur auf dem Bauernhof“ verordnen. Die Wochenpauschale für Zimmer mit Frühstück beträgt 63 bis 91 Mark, Vollpension kostet 168 bis 182 Mark. Sämtliche Bauernhöfe liegen im Nonner Oberland und Karlstein/Thumsee, so daß einerseits das Reichenhaller Freizeitangebot (Eisstockschießen, Schlittschuhlaufen, Schwimmen und Kuren) sowie die Skigebiete gut zu erreichen sind. Schlittschuhläufer finden sogar zwei Natureisbahnen vor. Prospekte: Kur- und Verkehrsverein, 8230 Bad Reichenhall, Bahnhofstraße.