Investmentsparen legen ihr Geld in Fonds an, um eine sichere und möglichst hohe Rendite zu erzielen. Unglücklicherweise muß festgestellt werden, daß der Anlageerfolg in vielen Fällen nicht eingetreten ist. Im Gegenteil, wer sein Geld sogenannten Dollarfonds anvertraute – jenen Investmentgesellschaften, die in den USA oder Kanada ansässig sind oder ihre Anteile und ihr Vermögen in Dollar notieren –, dem zehrten die Währungsverluste mit ziemlicher Sicherheit jeglichen Anlageerfolg auf.

Der Technology Fund erzielte zum Beispiel in dem Zeitraum 30. 9. 1971 bis 30. 9. 1973 einen Wertzuwachs von plus 0,9 Prozent, wobei eine Einmalanlage zugrunde gelegt wurde. Ein bundesdeutscher Sparer, der Anteile dieses Fonds in diesem Zeitraum besaß, erzielte einen Verlust von 26,5 Prozent, da er für seine teuren Dollars heute weniger DM beim Umtausch erhält.

Noch Bundesrepublik sieht das Ergebnis bei dem in der Bundesrepublik einst so beliebten Value Line Spec. Fund aus. DM-Saldo dieser Anlage: Geldes Prozent. Über die Hälfte des eingesetzten Geldes ist verloren. Selbst der alte Dreyfus Fonds bescherte seinen deutschen Kunden keine Rendite in diesem Zeitraum. Der Verlust beträgt 28,4 Prozent.

Aus diesen Daten den Schluß zu ziehen, in Dollar notierende Fonds künftig zu meiden, wäre jedoch falsch. Die Handelsbilanz der USA ist zum erstenmal seit Jahren wieder positiv. Die Überschüsse steigen seit September kräftig an. Mit ihnen erholt sich auch der Dollarkurs. Zwar wäre es ebenso falsch, auf spektakuläre Verbesserungen der DM/Dollar-Parität zu setzen. Aber mit einem Dollar, der für 2,50 oder 2,60 DM gekauft werden kann, lassen sich ohne Zweifel gute Geschäfte machen.

Die amerikanischen Investmentfonds haben ein schlechtes Jahr hinter sich. Nach einer Analyse von Arthur Lipper, der großen New Yorker Gesellschaft, die sich mit der Fonds-Industrie und ihren Ergebnissen herumplagt, verloren die amerikanischen Fonds in diesem Jahr im Durchschnitt 11 Prozent ihres Wertes vom Jahresbeginn an gemessen. Die schwache Leistung wird im Anlegerverhalten reflektiert. Fondskunden gaben in den ersten neun Monaten dieses Jahres 957 Millionen Anteile mehr zurück als sie neue hinzukauften.

Wer einen Blick auf die Wertveränderung in diesem Jahr wirft, stellt enttäuscht fest, daß nur drei Fonds überhaupt in Gewinnzonen vorgestoßen sind. Der Renner der Tabelle ist seit Monaten der Schweizer Espac Fonds, der mit +18,3 Prozent eine ansehnliche Leistung erzielte. Auch die Wertverbesserungen in der Drei- und Fünfjahresperiode ist beachtlich. jfr.