Verpönter Military-Look

Ungarn ist vor den Amerikanern nicht sicher. Jetzt sind sie da, die Militärparkas, die Rangabzeichen der amerikanischen Armee, „Easyrider“-Sturzhelme, amerikanische Flaggen in Miniaturausgabe und Protestknöpfe, auf denen „No“ oder „Love“ steht. Wo alle diese Accessoires modebewußter ungarischer Jugendlicher herkommen, weiß niemand so recht. Fest steht nur, daß sie in den Läden, in denen sie auftauchen, wie die warmen Semmeln weggehen. Die Partei versucht, den neuen Modetrend zu verharmlosen und erklärt, die Jugendlichen wüßten gar nicht, mit was sie sich dekorierten. Allerdings war die Meinung der Partei schon verschiedentlich von westlichen Modewellen davongespült worden. Das war mit den langen Haaren so und das ist so mit den Jeans.

Zucker unter der Theke

Der Jubel war groß, als „Big Daddy“, Ugandas unberechenbarer Herrscher Idi Adim, vor einem Jahr fast 50 000 Asiaten und Europäer aus dem ostafrikanischen Staat vertrieb. Die Ernüchterung blieb nicht aus: Die Preise für handwerkliche Erzeugnisse stiegen an, die Produktion sank. Teller und Schüsseln, Stoffe und Schuhe kosten viermal so viel wie im Nachbarland Tansania. Hühner sind in Uganda eine Rarität geworden, und Zucker wird mit Aufschlägen von 250 Prozent hauptsächlich unter der Theke gehandelt.

Sowjetischer Trick

Als Tanaka im Oktober aus Moskau – der letzten Station seiner Europareise – zurückkehrte, berichtete er, die Sache mit den Inseln, also Tokios territoriale Forderungen an die Sowjetunion, sei zwar nicht behandelt worden, liege aber nun zu weiteren Diskussionen auf dem Tisch. Die Freude war von kurzer Dauer. Als man daheim den russischen Text studierte, stellte sich heraus, daß die Japaner schlecht aufgepaßt hatten: In den entscheidenden Punkten differiert er entscheidend vom japanischen Wortlaut.

Plato auf dem Pekinger Index