Sicherheit am Kanzlerbau

Der Bau des neuen Kanzleramtes, für das gegenwärtig die Erde ausgehoben wird, geht unter besonderen Sicherheitsvorkehrungen vor sich. So werden die Arbeiten nicht nur von Beamten des Bundesgrenzschutzes, sondern auch von anderen Wächtern aufmerksam verfolgt. Der Bauzaun gewährt außer der Einfahrt keinen Einblick in die Baugrube und ist zum Teil mit Stacheldraht versehen. Nach der für den Sommer 1976 vorgesehenen Fertigstellung des neuen Kanzleramtes sollen das Gebäude und seine Umgebung unter anderem durch Fernsehkameras überwacht und bestimmte Teile des Baus bei Dunkelheit hell beleuchtet werden.

Wechsel im Planungsstab

Mit Beginn des kommenden Monats wird Flottillenadmiral Rolf Steinhaus den Platz von Ministerialdirektor Hans-Georg Wieck als Leiter des Planungsstabs im Bundesverteidigungsministerium einnehmen. Zu seinem Stellvertreter soll der frühere Spiegel-Redakteur Hans Schmelz, ehemals einer der Hauptbetroffenen der Spiegel-Affäre, ernannt werden, der zuletzt die Arbeitsgruppe „Friedens- und Konfliktforschung“ des Planungsstabs geleitet hat. Wieck selbst kehrt ins Auswärtige Amt zurück, aus dem er 1966 – als Bürochef des Ministers – mit dem damaligen Außenminister Schröder ins Verteidigungsministerium gewechselt war. Dem Vernehmen nach soll Wieck neuer Botschafter in Teheran werden.

Fluglotsen-Bilanz

Die Bundesregierung hat mittlerweile eine endgültige Bilanz des sogenannten Bummelstreiks der Fluglotsen gezogen. Danach sind während des Streiks von Ende Mai bis Ende November insgesamt 47 722 Flüge ausgefallen. Bei 82 038 Flügen kam es zu Verspätungen von mehr als einer halben Stunde. Die Schadensersatzansprüche summieren sich, auch wenn sie zum Teil erst vorsorglicher und globaler Natur sind, bisher zu rund 235 Millionen Mark.

Fünfter Anlauf