Landesübliche bürokratische Gepflogenheiten sind geeignet, auf einer Amerikareise Mißverständnisse heraufzubeschwören. Beispielsweise schreibt man in den USA Adressen mit der Hausnummer vor statt hinter der Straße. Ebenso gilt für die Angabe persönlicher Daten auf Einreiseformularen und Hotelanmeldungen eine für deutsches Empfinden sinnwidrige Reihenfolge.

Hierzulande wird entsprechend dem Sprachgebrauch bei Niederschrift eines Datums der Tag vor dem Monat plaziert. Der Geburtstag im Juni wird wie folgt abgekürzt: 10. 6. 1928. In Amerika ist es gerade umgekehrt. Die Monatszahl kommt zuerst. Man sagt zwar: „Tenth of June.“ Aber geschrieben sieht’s so aus: 6/10/1928. Deutschlands 10. 6. 1928 wird in den USA als 6. Oktober gelesen. Ein Geburtsdatum nach dem 12. Tag des jeweiligen Monats in vertrauter Schreibweise gibt es in Amerika überhaupt nicht (13. 2. 1974 wäre der zweite Tag im dreizehnten Monat) und könnte als Irreführung oder Verhöhnung der Behörden gedeutet werden. bo