Hervorragend:

„Our Hospitality“ von Buster Keaton. Sehenswert:

„Angst essen Seele auf“ von Rainer Werner Fassbinder. Eine rundliche ältere Putzfrau im Inge-Meysel-Look und ein viel jüngerer marockanischer Gastarbeiter lernen sich zufällig kennen und heiraten. Freunde, Nachbarn, Verwandte, Kollegen begegnen dem Paar mit Verachtung und Haß; später, als man die zwei braucht, werden die Vorurteile unterdrückt und die „unmögliche“ Verbindung akzeptiert. Fassbinder geht sehr behutsam an das prekäre Thema heran, es wird nie peinlich, die zwei Schauspieler (Brigitte Mira, El Hedi Salem) überzeugen völlig. Störend wirken nur die holperige Lehrstück-Dramaturgie der Geschichte und typische Fassbinder-Exerzitien wie die stilisierten, lähmenden Kneipenszenen. WD

„Fressen und gefressen werden“ von Bert Haanstra. Der vielprämiierte Dokumentarfilmer zeigt, anders als die Tierfreunde mit der Kamera im Fernsehen, wie Tiere gezähmt, verhätschelt, gequält, getötet, ausgerottet werden, und dann, wie sie unter sich leben: ihre Sitten und Rituale, Gruppen- und Familienleben, Sex, Kampf, Lernprozesse. „Ape and Super-Ape“ vergleicht menschliches und tierisches Verhalten, argumentiert mit intelligenten, lustigen, sarkastischen Montagen und Gegenschnitten, überanstrengt aber im Schlußteil die Lebensphilosophie vom Tier als dem besseren Menschen. WD

„Westworld“ von Michael Crichton. „Themroc“ von Claude Faraldo. „Supermarkt“ von Roland Klick. „Einer von uns beiden“ von Wolfgang Petersen.

Annehmbar:

„Treffpunkt Centrai-Park“ von Aram Avakian. „Die Filzlaus“ von Edouard Molinaro. „Die Faust der Rebellen“ von Martin Scorsese. „Hau drauf, Kleiner!“ von May Spils.