Auf der Hauptversammlung des GHH-Konzerns fand sich Vorstandsvorsitzender Wilhelm von Menges zwar zu keiner Dividendenprognose für 1973/1974 (30. 6.) bereit, doch klang auf der Aktionärsversammlung verhaltener Optimismus durch. Die Auftragsreserven betrugen am Jahresende rund acht Milliarden Mark, Dabei vollzieht sich eine Umschichtung in Richtung auf Auslandsaufträge. Nach Lage der Dinge dürfte wohl auch für das laufende Geschäftsjahr wieder eine Dividende von vierzehn Prozent gezahlt werden.

Von Menges bestätigte, was man an der Börse bereits vermutet hatte, daß sich die GHH in den Ausbau der inländischen Energieerzeugung einschalten wolle, sowohl auf dem Gebiet des Bergbaus als auch bei allen anderen Arten der Primärenergie, insbesondere beim Bau von Kernkraftwerken. Die GHH arbeitet an der Verbesserung energiesparender Technologien. Damit ist die GHH-Aktie wieder zu einem „Zukunftswert“ geworden. Die GHH will sich nicht an Rohstofferzeugern im Ausland beteiligen oder eigene Aktivitäten auf diesem Gebiet entwickeln. Für die Aktionäre bedeutet dies eine wesentliche Einengung von Risiken.

GHH-Aktien haben sich in den letzten schweren Börsenwochen einigermaßen gehalten, auch wenn sie ihren in diesem Jahr erreichten Spitzenkurs nicht behaupten konnten. Die GHH-Aktie gilt an der Börse als Zukunftspapier – im Gegensatz zur Aktie von Klöckner-Humboldt-Deutz, wo es wieder nicht gelungen ist, ein positives Ergebnis zu erzielen. Hier sind die Dividendenaussichten schlecht. -dt