Im Deutschen Reisebüro (DER) rechnet man mit einem Trend zum Bahntourismus. Nach Mitteilung von Geschäftsführer Hans Knebel erzielte DER im vergangenen Jahr einen Gesamtzuwachs von 16 Prozent (Umsatz: 1,2 Milliarden Mark) gegenüber 1972. Davon entfielen 845 Millionen Mark (15 Prozent) auf Reisen mit der Bundesbahn. Auf Grund dieser Entwicklung rechnet Knebel mit einem weiteren Anstieg von Bahnreisen in den kommenden Jahren. – Auch der Geschäftsführer von Hummel-Reisen, Klaus D. Kesper, glaubt, daß die Bahnpauschalreise im kommenden Sommer das günstigste Urlaubsangebot auf dem deutschen Markt sein wird. Noch ist sie nicht von der zum 1. April beschlossenen Erhöhung der Bundesbahntarife betroffen, die die Reiseveranstalter erst zum Winter 1974/75 übernehmen werden. Bahnreisende, die die Bahn pauschal bevorzugen, werden also weiterhin von solchen Vergünstigungen wie Rückfahrkarte und Gruppenermäßigung profitieren, die im normalen Zugverkehr abgeschafft werden sollen. Klaus D. Kesper: „Mit unseren gecharterten Intercitys fahren wir dann unter dem 2.-Klasse-Preis, und mit den Turnus-Sonderzügen im besonders billigen Di-Mi-Do-Verkehr sind wir fast der billige Jakob der Nation.“

Kein Vorzeigen der Versicherungskarte mehr: Vom 15. Mai dieses Jahres an werden einer Mitteilung der Europäischen Kommission in Brüssel zufolge vierzehn Länder West- und Nordeuropas darauf verzichten, daß Autoreisende beim Grenzübertritt die grüne Versicherungskarte vorzeigen müssen. Außer den neun Mitgliedsländern der Europäischen Gemeinschaft, von denen sechs in der Praxis schon so verfahren, haben sich auch Schweden, Norwegen, Finnland, Österreich und die Schweiz für diese Regelung entschieden. Wie ein Vertreter der Europäischen Kommission ergänzend mitteilte, bedeutet die Regelung keine Abschaffung der grünen Versicherungskarte. Es sei weiter möglich, daß ein Kraftfahrer etwa bei einem Unfall die Versicherungkarte zum Beweis dafür vorzeigen müsse, daß er haftpflichtversichert ist. Nach der neuen Regelung muß ein von einem ausländischen Kraftfahrer Geschädigter seine Schadenersatzansprüche auch nicht mehr im Herkunftsland dessen anmelden, der den Schaden verursacht hat, sondern kann sich im eigenen Land an ein Versicherungsbüro wenden.

Ostern nach Israel: Bis zum 10. März ist die Anmeldefrist für eine Studienreise nach Israel verlängert worden, auf der unter anderem die Städte Tel Aviv, Jaffa, Caesarea, Nazareth, Jerusalem, Jericho und Eilat besucht werden. Die Fahrt findet in der Zeit vom 6. bis 10. April statt und kostet 1756 Mark. Sie kann durch einen einwöchigen Badeaufenthalt am Mittelmeer verlängert werden (Preis 294 Mark). Buchung: Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit e. V., 46 Dortmund, Beurhausstraße 15, Telephon (02 31) 14 05 22.