Fußball-Fürsorge

Die CDU/CSU will sich um die Fußballfreunde unter den Nacht- und Schichtarbeitern verdientmachen. In einem im Bundestag eingebrachten Antrag hat sie die Regierung aufgefordert, allen Einfluß aufzubieten, damit die Spiele der kommenden Fußballweltmeisterschaft von der ARD und dem ZDF am folgenden Vormittag für jene Arbeiter – „deren Teilnahme am gesellschaftlichen Leben ohnehin eingeschränkt ist“ – noch einmal gezeigt werden können. An der einhelligen Annahme des Antrags durch den Bundestag besteht kein Zweifel.

Angst vor Worten

Sowjetische Dogmatiker malen die Gefahr einer amerikanischen Sprachinvasion im Schlepptau stärkerer Beziehungen an die Wand. Um die Reinheit der russischen Muttersprache besorgt, geißelte der linientreue Herausgeber eines Literaturmagazins, Nikolai Fedorenko, die Infiltration von Amerikanismen in die russische Sprache. Für ihn ist es ein Greuel, wenn russische Sportsfreunde von „futbol“ und „voleibol“ reden oder Rotarmisten gern zu amerikanischen „cigarety“ greifen; daß junge Leute in einer Bar einen „visky-Kokteil“ oder einen „dzhin“ trinken und in der russischen Planwirtschaft von „importeksport biznes“ und „financial krizis“ geredet wird. Besonderes Unbehagen bereitet Fedorenko jedoch das Wort „eskalatsiya“, das im Russischen nichts zu suchen habe, weil es in einem „verhängnisvollen Zusammenhang mit der Aggression der USA in Vietnam“ steht. Dies sei eine „sprachliche Barbarei“.

Inflationärer Starfighter

Auch bei der Bundesluftwaffe machen sich die Preissteigerungen schon seit langem bemerkbar. So sind die Gesamtkosten je Flugstunde für eine Maschine des Typs Starfighter von 2706 Mark im Jahre 1970 auf rund 5000 Mark im Jahre 1972 hinaufgeschnellt. Der Höhenflug der Flugkosten beträgt damit 81 Prozent. Obwohl genaue Angaben für die jüngste, Zeit noch nicht vorliegen, soll die Tendenz Weiter steigend sein.

Unsterbliche Kunst