Ob der Staatssekretärsausschuß für Rohstoffragen noch in diesem Monat Grundsätze einer nationalen Rohstoffpolitik verabschiedet, ist ziemlich ungewiß. Zwar ist Ende März ein weiteres Treffen der Runde vorgesehen, ob bis dahin die Grundsätze erarbeitet sind, scheint aber unwahrscheinlich, Dem Ausschuß gehören folgende Staatssekretäre an: Detlev Karsten Rohwedder aus dem Wirtschaftsministerium, Hans Georg Sachs (Auswärtiges Amt), Siegfried Mann (Verteidigungsministerium), Karl-Heinz Sohn (Entwicklungshilfeministerium), Manfred Schüler (Finanzen), und Hans-Hilger Haunschild (Forschung und Technologie).

Mit den Wirtschaftsverbänden hat ein erster Gedankenaustausch stattgefunden. Einig sind sich beide Seiten, daß die Bevorratung und Sicherung der Bundesrepublik mit Rohstoffen primär Aufgabe der Wirtschaft bleiben soll, die sich dabei aber der Bonner Unterstützung sicher sein kann.

Als ziemlich gesichert gilt, daß Karl Haehser Nachfolger von Hans Hermsdorf als parlamentarischer – Staatssekretär bei Helmut Schmidt wird. Hermsdorf erhielt dieser Tage die Zustimmung des Bundesrates zur Berufung als Präsident der Landeszentralbank in Hamburg.

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Friedrich Bender, Unterabteilungsleiter in der Abteilung Wirtschaftsgeologie für Bodenforschung in Hannover, wird voraussichtlich neuer Präsident der Behörde. Indiz dafür ist, daß er mit der kommissarischen Leitung des Amtes betraut wurde. Diese Aufgabe hatte bisher Ministerialdirektor Ulrich Engelmann aus dem Wirtschaftsministerium wahrgenommen. Er hatte die kommissarische Leitung übernommen als Karl Schillers Schwager Eberhard Machens wegen der Widerstände gegen seine Ernennung zum Präsidenten dieser Behörde das Amt nicht antreten konnte. Engelmann gab seine Funktion ab, weil er in seiner Abteilung ohnedies genug zu tun hat. Machens hingegen ist nach wie vor Kandidat für einen Posten bei der UN. Dort aber wurde noch nichts entschieden.

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Nach der Wahlniederlage der Sozialdemokraten in Hamburg ist die Selbstdarstellung der Regierung in Bonn von Kanzler Willy Brandt kritisiert worden. Das Bonner Presseamt, für die Öffentlichkeitsarbeit der Regierung zuständig, fühlte sich sichtlich angesprochen und gab die Kritik gleich weiter – an die Adresse der Öffentlichkeitsreferenten der Ministerien.