Bei den meisten Fonds sind die Januar-Gewinne wieder aufgezehrt worden. Was am Jahresbeginn geschah, war ein Börsenfehlstart. Im Februar sanken die Ausgabepreise der Fonds bis zu 6,8 Prozent (Concentra). Wer voll investiert war, bekam auch eine volle Breitseite. Daß auch die Rentenfonds in die roten Zahlen rutschten, ist angesichts der stark rückläufigen Kurse festverzinslicher Papiere kein Wunder. Am besten abgeschnitten haben international anlegende Fonds, denn die Situation in Wall Street war besser als bei uns. Auch in Japan hielten sich die Kursverluste in relativ engen Grenzen.

Die zum Hause Herstatt gehörende Kapitalfonds Kapitalanlagegesellschaft mbH, Köln, vertritt die Auffassung, daß die Anlagechancen für international investierende Fonds besser geworden sind, „zumal ein großer Teil der belastenden Faktoren in dem jetzigen Kursniveau berücksichtigt ist“. Zu dieser Fondsgesellschaft gehört auch Gerling Dynamik, 1973 der erfolgreichste deutsche Fonds. Konsequente Währungsabsicherung und Umschichtungen von Aktien in Festgeld und Renten sind das Erfolgsgeheimnis. Mit einer Einbuße von 0,5 Prozent in den ersten beiden Monaten weist Gerling Dynamik wieder eine vergleichsweise gute Leistung auf, allerdings kein Spitzenergebnis. Dies erreichte mit einem Plus von 3,9 Prozent wieder der Investors Fonds, der im Januar mit einem Plus von 6,7 Prozent allen anderen deutschen Fonds davonmarschiert war, im Februar aber eine Einbuße von 2,8 Prozent hinnehmen mußte.

Im bisherigen Jahresverlauf liegt Nippon Dynamik mit einem Plus von 3,8 Prozent an zweiter Stelle. Nippon Dynamik ist auf japanische Aktien spezialisiert, also weitgehend von der Entwicklung an der Tokioter Börse abhängig. Am schlechtesten schnitt der ebenfalls zum Herstatt-Bereich gehörende Ivera-Fonds ab. Er büßte in diesem Jahr 3,7 Prozent ein. Gut im Rennen liegt der Neckermann-Fonds. Es stimmt nachdenklich, daß kein von den deutschen Großbanken mitbeeinflußter Fonds über ein Mittelmaß hinauskam. K. W.