Mit deutscher Hilfe entsteht eine Ölraffinerie am Persischen Golf, deren Produkte zum größten Teil in die Bundesrepublik exportiert werden sollen. Die Jahreskapazität soll 25 Millionen Tonnen betragen, die Kosten fünf Milliarden Mark. Bis auf die Finanzierungsfrage, die Sache der beteiligten Firmen ist, haben die Bundesregierung und der iranische Ministerpräsident Howeida vorige Woche in Bonn Einigung erzielt.

Der Teheraner Regierungschef ließ dabei die ursprüngliche Absicht fallen, mit dem Bau der Raffinerie ein zweites Großprojekt zu verbinden: ein petrochemisches Werk, das den gesamten Ausstoß der Raffinerie weiterverarbeiten sollte. Beide Bauvorhaben werden nun getrennt behandelt, wobei über die Beteiligung deutscher Firmen an der petrochemischen Fabrik noch nicht entschieden ist.

Übereinstimmung erhielte Howeida mit seinen deutschen Gesprächspartnern ferner über ein geplantes Dreiecksgeschäft: Erdgas in einer Größenordnung von jährlich 13 Milliarden Kubikmetern will Persien über die Sowjetunion nach Deutschland leiten.