Richard Nixon, der ein Friedenspräsident sein wollte und ein Skandal Präsident wurde, verstrickt sich, verzweifelt kämpfend, immer mehr in das immer dichter werdende Netz der Anklagen. Nach dem Watergate-Einbruch und dem Tonbänderstreit geriet er alsbald auch in den Verdacht, als Privatmann Legalität und gute Sitten grob mißachtet zu haben. Nun wird gegen ihn sogar wegen Steuerhinterziehung ermittelt. Hinter Nixon, so scheint es, ist nichts mehr als die Wand. Nur noch 15 Prozent der Amerikaner trauen ihm, laut letzter Umfrage.

Je verbissener Nixon kämpft, desto mehr verwickelt er sich auch in Widersprüche. Seine Erklärungen zu den Themen Bestechungsgelder und Strafnachlaß für die Watergate-„Klempner“ weichen erheblich voneinander ab. Und was das Gespräch mit seinem Ex-Berater Dean angeht, so mußte er jetzt einräumen: „Man könnte zu verschiedenen Schlußfolgerungen kommen.“

Was Wunder also, daß auch in der eigenen Partei das Ansehen des Präsidenten rapide abnimmt. Am Tage, da die ersten der insgesamt 35 beschuldigten Nixon-Berater vor Gericht standen und nachdem die Republikaner in drei Lokalwahlen den kürzeren gezogen hatten, sagte sich einer seiner bislang treuesten Verteidiger von ihm los: Senator Percy meinte nach soviel Präsidentenpein, die republikanische Partei hätte ohne Nixon einen besseren Stand. Welch ein Urteilsspruch. D. St.