Nahost

Bei israelisch-syrischen Panzer- und Artilleriegefechten an der Golanfront wurde am Dienstag ein finnischer UN-Beobachter schwer verwundet. Ein syrisches Militär-Kommuniqué behauptete, die Israelis hätten den Beobachtungsposten der Vereinten Nationen in Derbil mit Granaten beschossen. Militärsprecher Israels und Syriens gaben jeweils der Gegenseite die Schuld am Ausbruch der Kämpfe.

Nach libanesischen Zeitungsberichten will der syrische Präsident Assad nach Moskau reisen. Spekulationen bringen die Reise mit der bevorstehenden Moskau-Visite Kissingers in Zusammenhang. Die Verhandlungen beider an der Monatswende Februar/März hatten kein Auseinanderrücken der syrischen und israelischen Streitkräfte bewirkt, sondern lediglich Assads Bereitschaft gezeigt, unter amerikanischer Vermittlung weiter indirekt mit Israel im Gespräch zu bleiben.

Indochina

Nördlich der südvietnamesischen Stadt Kontum im zentralen Hochland kam es am vergangenen Wochenende zu den bisher schwersten Kämpfen zwischen Regierungstruppen und Kommunisten, seit vor 14 Monaten der Waffenstillstand abgeschlossen wurde. Nach Ansicht des Oberkommandos in Saigon ist das Ziel der Angreifer nicht Kontum, sondern die Nationalstraße 5 b, die eine Versorgungsverbindung von der kambodschanischen Grenze zur Ostküste darstellt.

Am vierten Jahrestag des Sturzes von Prinz Sihanouk in Kambodscha eroberten die Roten Khmer die einstige Hauptstadt Oudong, 40 Kilometer östlich von Pnom Penh. Es war die erste größere Stadt, die den kambodschanischen Rebellen in den letzten drei Jahren in die Hände gefallen ist.

Indien

Schwere Unruhen in Patne, der Hauptstadt des indischen Bundeslandes Bihar, haben die Zentralregierung in Neu-Delhi am Montag veranlaßt, Truppen zu entsenden, Die Behörden verhängten ein Ausgehverbot. Bei den blutigen Auseinandersetzungen zwischen Einwohnern, die gegen die steigenden Preise und die Lebensmittelknappheit demonstrierten, und der Polizei wurden fünf Menschen getötet und 60 verletzt.