In einer Rede in Chikago sagte Präsident Nixon:

„Das Problem (mit Europa) wird durch die Tatsache erschwert, daß unsere europäischen Freunde und wir uns schon früher darauf geeinigt haben, zum 25. Jahrestag der Nato-Gründung im April, zu versuchen, gemeinsame Deklarationen in den Sicherheitsfragen der atlantischen Allianz und auch an den wirtschaftlichen und politischen Fronten zu verabschieden.

Die Ausarbeitung von Deklarationen zu den Sicherheitsfragen vollzieht sich nach dem vorgegebenen Fahrplan. Leider muß ich jedoch mitteilen, ebenso wie ich es auch schon Bundeskanzler Brandt, dem augenblicklichen Vorsitzenden der Neun geschrieben habe –, daß es in den wirtschaftlichen und politischen Fragen keinen Fortschritt gegeben hat und wir jetzt vor einer Situation stehen – falls sich die Regierungschefs zu diesem Zeitpunkt, beispielsweise im April, treffen würden –, in der wir lediglich unsere Schwierigkeiten überkleistern, aber nicht lösen können...

Die Europäer können nicht beides haben. Sie können nicht die Teilnahme und Kooperation der Vereinigten Staaten in Sicherheitsfragen haben und dann die Konfrontation und sogar die Feindseligkeit an den wirtschaftlichen und politischen Fronten fortsetzen ... Wir werden auch weiter so großzügig sein, wie wir es können, aber es ist notwendig, daß wir – wie ich es ausdrücken möchte – günstige Bedingungen für unsere Produzenten erhalten...

In Europa können wir zum Beispiel keine Konfrontation an den wirtschaftlichen und politischen Fronten, verbunden mit Kooperation im Sicherheitssektor, haben ... Ich weise darauf hin, daß es an der Zeit ist, daß wir uns mit den Europäern zusammensetzen und feststellen, daß wir entweder gemeinsam in Sicherheits-, Wirtschafts- und politischen Fragen handeln oder daß wir getrennte Wege gehen...

Für den Fall, daß der Kongreß den Eindruck bekommt, daß wir einer wirtschaftlichen Konfrontation und Feindseligkeit gegenüberstehen, wird es nahezu unmöglich sein, die weitere Unterstützung des Kongresses für die fortdauernde Präsenz amerikanischer Truppen in ihrer augenblicklichen Stärke zu finden.“