Bei Hertha BSC wurde er entlassen. Bei Hannover 96 hat man ihn jetzt eingestellt: Helmut Kronsbein, einer aus der alten Garde der deutschen Fußballtrainer, ist somit im Trainerkarussel wieder dorthin gelangt, wo er schon zweimal war. 1954, damals noch in der Oberliga, führte er die Hannoveraner zur Deutschen Meisterschaft. Als Bundesligatrainer wurde er in Hannover, nachdem er die Mannschaft vor dem Abstieg gerettet hatte, vor zehn Jahren verabschiedet. Jetzt soll er sie abermals aus der Abstiegsgefahr hinausführen. Den Hannoveranern Vereinsfunktionären und deren Geldgebern ist das einiges wert; Helmut Kronsbein, der in Berlin monatlich 12 500 Mark verdiente, soll in Hannover nicht weniger erhalten. Gefeuert, geheuert die amerikanische Big-business-Regel für Angestellte gilt zwar auch für deutsche Fußballtrainer; per Saldo aber läßt sich’s mit ihr ganz gut leben, in der Bundesliga jedenfalls.