Natürlich hätte es die Bayerische Vereinsbank, München, für 1973 bei einer Dividende von 20 Prozent belassen können, zumal das Institut nach einer steuerlichen Betriebsprüfung erhebliche Sondergewinne durch Angleichung der Handels- an die Steuerbilanz auszuweisen hatte. Aber da die Erträge im laufenden Jahr deutlich zurückgegangen sind und 20 Prozent nicht mehr in die „Landschaft“ passen, wurde der Satz auf 18 Prozent reduziert.

Das „Betriebsergebnis“ ohne die sonstigen Einnahmen und Ausgaben wird mit knapp 56 Millionen Mark um über 42 Prozent niedriger fixiert. Den Sammelwertberichtigungen sind nur elf (nach 20) Millionen Mark zugeführt worden. Dieses Minus wurde aber durch eine verstärkte Dotierung der Einzel Wertberichtigung mehr als wettgemacht.

Wenn der – periodische – Aufwand an Ertrags- und Vermögensteuern um fast 63 Prozent auf 15,4 (41,3) Prozent geschmälert erscheint, so haben sich echte Ertragseinbußen mit rund 40 Prozent ausgewirkt, während jeweils 10 Prozent auf verstärkte Risikopolster und die höheren steuerbegünstigten Erträge der Hypothekenabteilung zurückzuführen sind. Die Hypothekenabteilung bewährte sich wie immer in schlechten Zeiten als Sparkasse: Obwohl sie an der um knapp 16 (im Vorjahr 18) Prozent gewachsenen Bilanzsumme nur mit 31 Prozent partizipiert, macht ihr Anteil am Gewinn vor Steuern mehr als die Hälfte aus.