Ein neues Modell für den Regional-Flugverkehr

Von Kai D. Eichstädt

Bis jetzt brachte dem Saarland sein Engagement im Luftverkehr wenig Freude. Ende letzten Jahres hatte das Bundesland über die landeseigene Ibesa (Industrie-Beteiligungs und Finanzierungs GmbH) dem Hamburger Bankier Hans Salb eine Beteiligung an dessen General Air Luftverkehrs-Gesellschaft mbH abgehandelt. Drei Millionen Mark investierten die Saarländer.

Kaum am luftigen Gewerbe beteiligt, begann auch schon der Ärger. Salb, der weiterhin am General-Air-Kapital von elf Millionen Mark mit, acht Millionen beteiligt ist, gab Ende Februar seine Banklizenz, zurück. Bürgschaften, die er General Air gegeben hatte, wurden daraufhin von Lieferanten und Flughäfen nicht mehr akzeptiert. Das Saarland mußte für die „notleidenden Bürgschaften“ Ersatz beschaffen und für Liquidität in der General-Air-Kasse sorgen.

In Saarbrücken urteilen die verantwortlichen Beamten über die Beteiligung trotzdem nicht negativ. Hans Jung, im Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und Landwirtschaft für das Referat Luftfahrt zuständig, meint: „Die Auswahl war schließlich nicht, sehr groß.“ Tatsächlich hätten die Saarbrücker aber auch mit der inzwischen aufgelösten Düsseldorfer IFG (Interregional Fluggesellschaft) oder der Flensburger Cimber Air ein Arrangement treffen können. Doch diese Gesellschaften seien nicht mit den richtige! Flugzeugen ausgerüstet gewesen.

Als richtiges „Gerät“ wurden die sowjetischen Mini-Jets von Typ Yak 40, 27 Passagiere, ausgewählt. Denn, so Jung, „die Leute wollen heute nicht mehr in ein Propeller-Flugzeug einsteigen“. Diese Erfahrung bestätigt Heinz Koch, der als Geschäftsführer der General Air über fünf Flugzeuge dieses Typs verfügt.

Lufthansa verzichtete