Gehe nie vor Gericht. Schluck deinen Stolz und vergleiche dich. Meide Rechtsanwälte. Sie werden deine Sache nie zu der ihren machen, sondern versuchen, sich zu arrangieren. Das kannst du selber besser und billiger. Und dies ist der beste Ratschlag, den je ein Rechtsanwalt kostenlos erteilt hat.

Der englische Jurist, Politiker und Schriftsteller Gerald Sparrow in seinem soeben veröffentlichten Buch „The Great Judges“.

Die Marx-Comics

Vor ein paar Jahren wurden sie in der Bundesrepublik feuilletonfähig, Gegenstand kultur- und kunstkritischer Debatten: die Comcstrips. Nun scheint auch in der DDR das analytische Interesse an Asterix und all den anderen Trivialhelden zu erwachen. Paul Thiel hat in der Ostberliner Kulturzeitschrift Sonntag gefordert, auch der Marxismus müsse seine Meinung zu den Comics artikulieren. Zu prüfen sei, „welche Ursachen, welche Fragen für das imperialistische System der massenweise Konsum solcher Produkte hat“. Der Sonntag sieht in den Comics aber nicht nur verschleiernde, manipulative Mächte, er wittert auch eine Chance für die marxistische Trivialkunst. Schon, so meint das Kulturblatt hoffnungsfroh, hätten „einige progressive Künstler“ damit begonnen, die Comics „von innen her zu unterwandern ... und sie für die politische Aufklärung der Massen einzusetzen“.

Kritiker-Preis

Der Verband der deutschen Kritiker e. V. verleiht am 21. März in Berlin seine Preise für 1973. Ausgezeichnet werden Horst Krüger (Literatur), der Frankfurter Schauspieler Peter Roggisch (Theater), der Sänger José van Dam (Musik), die Primaballerina der Deutschen Oper Berlin, Eva Evdokimova, der Berliner Galerist René Blok und mit dem Filmpreis Wolf Gremm.

Ferien an der Geige