Der Deutsche Sportbund (DSB) der Bundesrepublik kann Westberlin künftig auch bei innerdeutschen Sportbegegnungen mitvertreten. Mit diesem Zugeständnis hat die DDR-Regierung jetzt einer fünfzehn Jahre alten internationalen Praxis zugestimmt.

Nach drei gescheiterten Sportgesprächen des vergangenen Jahres – in Dresden, Frankfurt am Main und Magdeburg – paraphierten die Leiter der beiden deutschen Sportverbände DSB und DTSB, Kregel und Ewald, am Mittwoch voriger Woche in Frankfurt ein „Protokoll über die Regelung der Sportbeziehungen“ beider Seiten.

Das Protokoll soll erst dann unterzeichnet werden, wenn der Veranstaltungskalender für die zweite Jahreshälfte vorliegt. Daran will die bundesdeutsche Seite ablesen, ob es wirklich „normale Beziehungen“ im innerdeutschen Sport geben wird oder ob das Frankfurter Protokoll Papier bleibt.

Immerhin sprach Kregel für die Bundesrepublik von einem „Durchbruch zur Normalisierung“. Der Berliner Bürgermeister Schütz urteilte zurückhaltender – man müsse „mit gesunder Skepsis“ an die Organisation der vereinbarten Begegnungen gehen.