Dividenden-Optik, die Bayerns Renommier-Brauerei „Löwenbräu“, München, in diesem Jahr demonstriert, ist recht fragwürdig: Die 20 Prozent auf 14,6 Millionen Mark Kapital wurden 1972/73 (30. 9.) nicht im Biergeschäft verdient.

Der Gewinn je 100-Mark-Aktie ist nach Mitteilung des Vorstandes vielmehr von 26,80 auf 16,85 Mark geschrumpft. Um die Ausschüttung halten zu können, mußten Buchgewinne aus Grundstücksverkäufen (an eine eigene Tochtergesellschaft) mit herangezogen werden.

Die stolze Löwenbrauerei hat ihr bisher schlechtestes Jahr hinter sich. Der Bierausstoß ist zwar nur leicht um 0,3 Prozent auf 1,45 Millionen Hektoliter gesunken. Im Inland allein machte das Minus aber drei Prozent aus. Im Auslandsgeschäft (400 000 Hektoliter, davon über die Hälfte USA) wurde zwar der Menge nach ein Zuwachs von neun Prozent erzielt, der Kurssturz des Dollar drückte aber die Erlöse empfindlich.

Zweifellos ist der hohe Amerika-Export, von dem Deutschlands größte Ausfuhrbrauerei jahrelang profitierte, heute ein schweres Handikap. Dazu kommt, daß die Produktionskosten je Hektoliter bei Löwenbräu relativ hoch sind, vor allem im Vergleich zur anderen Münchner Hypo-Brauerei“ Paulaner. bö