Pott ist wir.“ Der Werbeslogan, mit dem letztes Jahr das Flensburger Rumhandelshaus H. H. Pott Nfgr. seine Spitzenmarke anpries, kann jetzt von Deutschlands größtem Whiskyproduzenten, A. Racke, gebraucht werden. Ende letzter Woche gaben beide Familienunternehmen ihre Fusion zur Pott Racke GmbH + Co. + KG bekannt.

Wer das Sagen hat, ist freilich unschwer zu erfahren. Die Geschäftsführung des neuen Spritunternehmens (geplanter gemeinsamer Absatz: rund 220 Millionen Mark) liegt nun bei dem geschäftsführenden Pott-Gesellschafter Norbert Lorck-Schierning und bei den Racke-Gesellschaftern Harro und Georg Moller-Racke. Und im fünfköpfigen Direktorium sitzen vier Racke-Manager.

Der Anstoß zur Zusammenarbeit, so Racke-Geschäftsführer Alfons Heimen, künftig für das Marketing beider: Unter-, nehmen zuständig, „ging von Flensburg aus“.

In der Tat verdichteten sich schon seit längerer Zeit Übernahmegerüchte um das Flensburger Rumhaus. So hatten es die Rum-Manager versäumt, sich durch die Aufnahme neuer Produkte vom saisonabhängigen Rumgeschäft unabhängiger zu machen. Der Umsatz von knapp 100 Millionen, Mark im letzten Jahre wurde ausschließlich mit Rum (Marken „Pott“ und „Holborn GS“) gemacht. In der Geschäftsführung war es zu häufigen Wechseln gekommen. Die Flensburger Verwaltung galt als zu groß.

Das soll nun anders werden. Das Binger Unternehmen (Whiskymarken: „Racke rauchzart“, „Old red Fox“, Weinmarken: „Amselfelder“, „Martinskeller“ und „Tokaier“) will die Arbeitsplätze in Flensburg nur noch für eine gewisse Zeit garantieren. gf