USA-Besucher bekommen künftig bei inneramerikanischen Flügen nur noch 25 Prozent Nachlaß – statt bisher 50. Diese – der derzeitigen US-Touristenwerbung stark zuwiderlaufende – Maßnahme wird mit Brennstoffverteuerung motiviert. Nachdem die Bundesregierung in Washington den Airlines Preiserhöhungen verboten hatte, sahen sich diese gezwungen, Rabatte zu streichen oder zu kürzen: „Leider“ – so das Verkehrsamt in Frankfurt – „auch die für Touristen.“ Voraussetzung für den Nachlaß: US-Aufenthalt von 13 bis 45 Tagen; zwei – mindestens achtstündige – Zwischenstopps auf jeder Strecke; erster Flug innerhalb der ersten 15 Besuchstage.

Charterflüge ohne Hotelbuchung bietet künftig die Touristik Union International (TUI) an. Um – besonders – Spanienurlaubern, die im Zielland Ferienwohnung oder Bungalow haben oder bei Freunden wohnen wollen, einen billigen Anflug zu ermöglichen, will die TUI versuchsweise – zunächst nur ab Köln-Düsseldorf und Hamburg – den billigen, nackten Charterflug verkaufen. (Sehr zum Mißfallen der Linienfluggesellschaften wurden solche Billigflüge bisher nur – ganz gelegentlich – von der Düsseldorfer Chartergesellschaft LTU organisiert.) Ob die TUI später auch von anderen Flughäfen und zu anderen Zielen ihre „Hits-Urlaubsjets“ veranstalten wird, ist nach TUI-Vorstandssprecher Paul Lepach noch abzuwarten.

Die Fauna und Flora Madagaskars ist das Ziel einer zoologisch-ornithologischen Studienreise, die vom 5. bis 21. Juni 1974 stattfindet. Diese 17tägige Rundreise wird von einem Wissenschaftler begleitet und kostet inklusive Vollpension, Transfers und sämtlicher Ausflüge 3535 Mark. Weitere Informationen enthält das Studienreiseprogramm von Kanntours, 33 Braunschweig, Münzstr. 2, Telephon (05 31) 47 91.

Selbst sehen – selbst urteilen – das Programm von Intratours für 1974 stellt unter diesem Motto eine große Auswahl an Reisen in die UdSSR vor: Kurzflüge nach Moskau und Leningrad, Gebietsreisen in die Ukraine, ins sowjetische Baltikum und in den Kaukasus, Rundreisen (fünf Termine) durch Sibirien–Mittelasien, kombinierte Bahn- und Schiffsreisen, Einzel- und Pkw-Reisen sowie Transitfahrten von Berlin nach Yokohama oder Hongkong, Preisbeispiele: Eine einwöchige Flugreise nach Moskau und Leningrad kostet ab 763 Mark, das zweiwöchige Programm „Altrussische Städte“ 1387 Mark, eine zweiwöchige Flugreise durch Mittelasien 1647 Mark (Preise jeweils mit Flug ab Frankfurt). Die Fahrt von Berlin nach Yokohama und zurück (per Flugzeug, Bahn und Schiff), wird ab 2400 Mark angeboten. Buchung und Beratung in den Büros der Intratours-Reiseorganisation in 1 Berlin 30, Bayreuther Str. 7–8; 53 Bonn-Bad Godesberg, Kölner Straße 87, und in den Reisebüros.

Ostern nach Israel: Eine Studienreise nach Israel schreibt die Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Dortmund für die Zeit vom 6. bis 27. April aus. Der Preis beträgt 1963 Mark. Er schließt eine 14tägige Studienreise durch das gesamte Land mit deutschsprachigem Reiseleiter und eine Erholungswoche am Mittelmeer ein. Interessenten sollten sich umgehend bei der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit, 46 Dortmund, Beurhausstraße 15, Telephon (02 31) 14 05 22, melden.

Stagnation im Ausländer-Reiseverkehr: Auch diesseits des Atlantiks betrachten manche Leute den Wertzuwachs des Dollars mit Genugtuung – die deutsche Fremdenverkehrswirtschaft beispielsweise, die im vergangenen Jahr auf zirka zehn Prozent der Übernachtungen von US-Bürgern verzichten mußte. Die Deutsche Zentrale für Tourismus (DZT) macht neben dem Niedergang des Dollars auch bummelnde Fluglotsen und die Energiekrise für die Zurückhaltung amerikanischer Touristen, verantwortlich, bei denen im übrigen ein zunehmend der Trend von Luxusherbergen zu Hotels der zweiten Kategorie zu beobachten ist.

Eine Zunahme von fast zehn Prozent ist dagegen bei den niederländischen Touristen zu verzeichnen, steigende Zahlen gab es auch bei Japanern (rund 7 Prozent), Spaniern und Türken (je vier bis fünf Prozent) sowie Österreich und Belgien.