Der Präsident des Deutschen Sportbundes (Bundesrepublik), Dr. Wilhelm Kregel, und der Präsident des Deutschen Turn- und Sportbundes (DDR), Manfred Ewald, haben in Frankfurt am Main ein Dokument paraphiert, das den „Sportverkehr“ zwischen den beiden deutschen Staaten regeln soll. Im vorigen Jahr waren Verhandlungen dazu dreimal gescheitert, vor allem auch, weil die DDR eine besondere Behandlung des Westberliner Sports wünschte. Daß man sich jetzt, wenn auch in vorsichtiger Form, geeinigt hat, mag viele Gründe minderen Ranges haben; der gewichtige dürfte dieser sein: Moskau will 1980 die Olympischen Spiele ausrichten; und Moskaus Freunde tun gut daran, international für ein besseres Sportklima zu sorgen. Ob und wie die Frankfurter Vereinbarungen in der Tat die Beziehungen zwischen den beiden Sportbünden wenigstens entkrampfen, bleibt abzuwarten.