Linke bekommen Angst, wenn sie als Persönlichkeit festgenagelt werden sollen. Was für ein Mann ist der neue Rektor, der Universität Bremen? Wie will er dieses verquere Stück Reform, das sich Bremer Modell nennt, über die nächsten Runden bringen? Solche Fragen werden mit einer Mischung aus Herablassung, Ironie und Bescheidenheit korrigiert. Nicht Männer machen Geschichte, sondern Teams, die sich ihren Sprecher suchen und von der Mehrheit im Wahlgremium legitimieren lassen.

Die Stelle, die Thomas von der Vring – erschöpft von der enormen Anstrengung, politische Strategien für Bremen zu entwickeln – zum 1. April geräumt hat, ist zwar vorschriftsmäßig ausgeschrieben worden. Aber wer das Angebot ernst nahm und sich bewarb, lief in Bremen außer Konkurrenz als Spinner.