Kurdistan

Einen Krieg mit allen Mitteln hat die kurdische Führung gegen die irakische Regierung proklamiert. Zugleich beschuldigte sie das Regime in Bagdad, elf prominente Kurden kaltblütig exekutiert zu haben. Als Repressalie wurden 19 gefangene irakische Offiziere erschossen.

Die zunehmende Brutalität des beiderseitigen Vorgehens wird von politischen Schritten der kurdischen Minderheit im Norden des Landes begleitet. Nach Meldungen der libanesischen Zeitung Arab World ist eine Regierung für ein autonomes Kurdistan gebildet worden.

Ausgangspunkt der neuerlichen erbitterten Kämpfe zwischen beiden ethnischen Gruppen ist die Zurückweisung des irakischen Autonomieplanes, weil er für die Kurden unbefriedigend war. Dessenungeachtet hat Staatspräsident El Bakr den Kurden Taha Mohieddin Maaruf zum irakischen Vizepräsidenten ernannt.

Indochina

Südvietnamesische Regierungstruppen haben am Sonntag den Stützpunkt 711 im Zentralen Hochland fast kampflos zurückerobert. Das Camp war fünf Tage zuvor nach heftigen Kämpfen und unter schweren Verlusten beider Seiten aufgegeben worden.

In Kambodscha werden 700 Soldaten der Regierungstruppen vermißt, nachdem die Roten Khmer am Sonntag den Stützpunkt Kompong Luong, 37 Kilometer nördlich von Pnom Penh, erobert haben. 1500 Mann der Besatzung konnten sich zu einer anderen Basis durchschlagen. Den Kommunisten fielen große Mengen von Waffen und Munition in die Hände,