Die Führer der sieben Staaten des Warschauer Paktes haben auf einer Tagung in Warschau für einen raschen Abschluß der Genfer Konferenz über europäische Sicherheit (KSZE) plädiert. Das Kommuniqué enthält jedoch nur ein allgemein gehaltenes Lob der Entspannungstendenzen, hingegen keine Anzeichen für größere Konzessionsbereitschaft in den umstrittenen Fragen. (Bisher zeichnet sich in Genf kein Durchbruch zugunsten der westlichen Auffassungen über einen freieren Informationsaustausch zwischen Ost und West sowie über vermehrte menschliche Beziehungen ab.) Die Paktstaaten fordern erneut die Einrichtung eines "ständigen Organs" der KSZE und eine Unterzeichnung des Abschlußdokuments "auf höchster Ebene".

Geplant ist, das 20jährige Bestehen des Warschauer Pakts im Mai 1975 feierlich zu begehen. Nach den Statuten verlängert sieht die Zugehörigkeit eines Mitgliedes automatisch um zehn Jahre, sofern sie nicht zwölf Monate vor Ablauf der 20-Jahre-Frist gekündigt wird. In diesem Zusammenhang wurde eine Zusammenkunft der beiden Parteichefs Breschnjew und Ceausescu aufmerksam beobachtet. Das Treffen verlief kühl.